Interactive TV Award - Blog zum Interactive TV Award der Deutschen Telekom




Mein Fernseher, dein Fernseher - Chancen und Grenzen personalisierter Angebote

Von Achim Brueck, Interactive TV Award - Kommunikation | Die Funktion ist deaktiviert.

Ist individuelles Fernsehen zu viel Arbeit? Leute, die fernsehen, wollen doch einfach nur konsumieren.

Unbestritten dagegen:Personalisierung bleibt eines der wichtigsten Versprechen der medialen Evolution im IP-Zeitalter. Und ob und wie die Nutzer zum Mitmachen zu motivieren sind, ist eine spannende Diskussion.

Aus unserer Sichtgeht es hier vor allem um folgende Knackpunkte:

  • Viele Nutzer finden es aus Gründen des Datenschutzes nicht in Ordnung, wenn man ohne ihr Einverständnis personalisierte Inhalte oder gar Werbung anbietet. Auch wenn das komplett anonymisiert erfolgt, wieaktuelle Beispiele und die juristische Diskussion darüber zeigen.
  • Aktive versus passive Personalisierung: Nutzer haben oft keine Lust, sich aufwändig Inhalte zu konfigurieren.
  • Und welche Mühe macht die Neukonfiguration,wenn sich die Interessen verändern?
  • Beim Fernsehen tritt insbesondere das Problem auf, dass in einem Haushalt viele Personen einTV-Gerät nutzen. Jeder hat andere Interessen. Kinder sollen auch zu ihrem Recht kommen. Hat dann jeder seine persönliche Fernbedienung und die Erwachsenen eine mit Pin und TAN? Was ist akzeptabel und machbar?
  • Individualisierung isoliert. Wenn ein Nutzer für sich entschieden hat, Sport und Reportagen zu sehen, bleibt er dann ewig darauf verdonnert? Wie bekommt er fremde Impulse und sieht, was es sonst noch so gibt auf der Welt? Wie bekommt seinTunnelblick Panorama? Fernsehen macht einsam. Personalisiertes Fernsehen macht hoffnungslos einsam. Das kann doch nicht die Idee sein?
  • Eine gute Personalisierung setzt immer auch ein gutes Tagging voraus. Ohne Metainformationen keine Angebote; Auch bei T-Home Entertain ist das nicht immer ganz einfach, weil die Inhalte aus unterschiedlichen Quellen kommen.

Diese Liste ist bestimmt nicht vollständig. Personalisierung ist eben ein weites Feld. Fakt ist: Soll die interaktive TV-Plattform auf Dauer Freunde finden, müssen wir die genannten Herausforderungen lösen.

Vielleicht lassen sich Erkenntnisse aus dem Semantic Webadaptieren?

Der intelligente Fernseher, das wäre doch mal was. Oder ist das ein Widerspruch in sich?

Englisch abstract: Personalisation is a broad field with a number of hurdles (mainly customer-related) that need to be solved. Some examples:

  • Data protection (even when anonymous)
  • Active vs. passive functions: users often don’t like to manage settings
  • Managing personalisation when several customers use the same device (the television)
  • Users whittle down topics to just a few - how can new (relevant) topics be generated?
  • How to manage content tagging across multiple sources.

These points must be addressed to create valuable personalization for customers.

Dieser Beitrag wurde am Montag, 17. März 2008 um 10:00 Uhr veröffentlicht und unter der Kategorie User abgelegt. Sie können die Kommentare zu diesem Eintrag durch das RSS-Feed verfolgen. Sie haben die Möglichkeit, einen Kommentar zu hinterlassen oder einen Trackback von Ihrem Weblog zu senden.

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  1. 1.- Steffen Schuler

    Kommentar vom 17. März 2008 um 12:04

    Wer hat denn den guten Artikel geschrieben? Genau das ist irgendwie das Dilemma. Interaktivität ja, aber dann doch nicht zu viel davon um niemanden zu verschrecken.

    Vielleicht ist ein phasenweiser Ausbau der Funktionalität (Softwareupdate => kleine Dosis mehr an Funktionen) der Schlüssel zur Interaktivitätsförderung. Man kann dann als TV Benutzer die Funktionen nach und nach entdecken und wenn man glaubt, alles gesehen zu haben, kommt ein Softwareupdate und stellt mir wieder etwas Neues/Erweitertes zur Verfügung - eine nicht endenwollende Entdeckungsreise(?!). (Soviel zur Theorie :)

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