Interactive TV Award - Blog zum Interactive TV Award der Deutschen Telekom




Interaktives Fernsehen - Wollte die Couch Potato überhaupt jemals heraus aus ihrer Kuschel-Ecke?

Von Team Interactive TV Award | Die Funktion ist deaktiviert.

“Was gibt´s denn heute im Fernsehen?” Diese Frage kennt wohl jeder und die darauf folgende Antwort auch. “Nichts.” Mit interaktivem Fernsehen klingt das anders: “Was möchtest Du denn sehen?”, und alles ist möglich: einen Film aus einem riesigen Online-Sortiment auswählen, gleichzeitig fernsehen und shoppen oder für meinen Lieblingsstar abstimmen.

“Nöö, tönt´s aus der Kuschelecke. So war das nicht gemeint. Fernsehen ist Freizeit, keine Arbeit.” Das bekannte Programmschema hat ganz unmerklich unser Leben sortiert. Für Nachrichtenfans sind Telefonate und Störungen aller Art zwischen 20 Uhr und 20.15 Uhr tabu, wenn die Freundin zum Serienabend geht, hat er sturmfrei, regelmäßig. Alles ist so einfach, wir lehnen uns zurück, lassen uns berieseln und genießen das Angebot. Am folgenden Tag wird ausgiebig mit den Kollegen über das Gesehene gesprochen und wer nicht mitreden kann, hat eindeutig was verpasst. In ist, wer drin ist im Programm und manchmal findet sich ja auch beim Zappen ein richtiges Fundstück. Der Mensch freut sich doppelt. Er hat´s gefunden und es war interessant.

English abstracts

Couch potatoes and interactive TV afficianados agree: the television of the future has to be interesting. Even ads are OK as long as they’re hawking the right products — and presented in moderation. With interactive TV, it’s all up to the viewer to decide. But how do content providers get a grip on the product? The discussion is just beginning.


Aspekte dazu auch im Artikel: Mein Fernseher, dein Fernseher - Chancen und Grenzen personalisierter Angebote

Nicht suchen und vielleicht finden, sondern selbst bestimmen, genießen und Zeit sparen heißt die Alternative der Interaktiven. Doch wer nutzt heute schon die neue Programmvielfalt und die interaktiven Angebote? Und was erwarten die Menschen von ihrem Fernsehen der Zukunft?

Wie unterschiedlich die Anforderungen an das Fernsehen der Zukunft sind, hat sich bei einem Besuch auf der CeBIT gezeigt:

Je mehr Vielfalt umso besser!


 

On Demand ist gut, aber es muss komfortabel sein


 

Interaktives Fernsehen - wer will das schon?


 

Sandmann oder Youtube?

Das Internet hat den Konsum und das Angebot von Informationen und Unterhaltung sehr verändert. Ehemals begeisterte Nachrichten-Zuschauer informieren sich heute auch vielfach im Netz. Dort können sie sich bei Bedarf zu der einen oder anderen Nachricht ein Online-Video aufrufen - und müssen nicht mehr die gesamte Tagesschau gucken, um informiert zu sein. Und nicht nur unter Kindern wächst der Anteil derjenigen, die abends lieber Youtube einschalten als das Sandmännchen.

Heißt das im Umkehrschluss, dass der so trainierte Computer-Nutzer auch als Fernseh-Nutzer in Zukunft lieber die Dinge in der Hand hält, selbst bestimmen möchte, wann er etwas sehen möchte?
Tatsächlich scheint die Unabhängigkeit von Zeit und Ort ein zentrales Anliegen vieler Fernseh-Zuschauer zu sein.

Aber bekommen wir das interaktive Fernsehen in den Griff - mit der Fernbedienung?

Interessante Programme muss es bieten, das neue Fernsehen, darüber sind sich die Couch Potatos und die Interaktiven offensichtlich einig. Auch Werbung wird nur dann akzeptiert, wenn sie die richtigen Produkte präsentiert, wenn sie in Maßen erscheint. Das könnte dann, interaktiv, jeder für sich selbst bestimmen. Die zentrale Frage beim interaktiven Fernsehen scheint zu sein: Wie werden wir der Möglichkeiten Herr? In dieser Diskussion stehen wir noch am Anfang - aber auch dafür gibt es viele Ideen und Anregungen aus dem Publikum:

Dreidimensional


 

Themenorientiert


 

Hintergründig


 

Dieser Beitrag wurde am Donnerstag, 03. April 2008 um 11:17 Uhr veröffentlicht und unter der Kategorie Medienwelt, Produkt, User abgelegt. Sie können die Kommentare zu diesem Eintrag durch das RSS-Feed verfolgen. Sie haben die Möglichkeit, einen Kommentar zu hinterlassen oder einen Trackback von Ihrem Weblog zu senden.

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2 Kommentare (Kommentar schreiben?)

  1. 1.- Leander Carell / Nowtilus VOD_BOX

    Kommentar vom 12. April 2008 um 11:15

    Es fiel oben das Stichwort “Freizeit - freie Zeit”.
    Ich denke, dass sich hier unterschiedliche Definitionen verbergen, abhängig davon, ob Junge oder Ältere Menschen ihre Freitzeitaktivitäten beschreiben.

    Wichtig ist zu sehen, dass bei unserer jungen Generation heutiges Fernsehen und somit auch IPTV von morgen mit vielen anderen insbesondere technologischen Aktivitäten in Konkurrenz steht. (Games, Chat, virtuelle Bands, Social Communities, eSports etc.) Wenn es IPTV-Angeboten gelingt, all diesen Dingen offene Schnittstellen einzuräumen und damit eine Knotenfunktion einnimmt, wird der Erfolg sich automatisch einstellen.

    Meine Eltern sehen die Tagesschau noch 20.15 Uhr, mein Freunde und Geschäftspartner wann immer sie wollen auf dem ipod als vodcast. Die Inhalte sind es nicht, sondern die unabhängige Nutzung, angepasst an sich verändernde Lebensstile.

  2. 2.- Rolf Hemmerling

    Kommentar vom 13. April 2008 um 07:58

    Aber bekommen wir das interaktive Fernsehen in den Griff - mit der Fernbedienung?

    Die Frage hat schon um 2000 die Settopbox “Metabox” beantwortet, mit der Kombi-Fernbedienung - so handlich wie einer Fernbedienung, aber trotzdem ne Tastatur drin:

    http://de.wikipedia.org/wiki/Bild:Metabox1000.jpg

    .. so ein Kombi-Fernbedienungs-Teil hätte ich auch gern :-).

    Grössere PDAs und Mobiltelephone bieten das natürlich heutzutage teilweise auch…

    Grüsse
    Rolf

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