Meine Kollegen und ich - wir haben bis zum Ende ganz schön gefiebert. Würden genug Konzepte eingehen? Zahlen sie auf unser Produkt ein und stimmt die Qualität? Würde es letztlich genug Siegerkandidaten geben, um die nächste Runde anzublasen? Dies war der schließlich erste Wettbewerb unter Entwicklern, den die Telekom ausgeschrieben hat.
Und zugegeben, in den ersten Wochen war die Resonanz eher schleppend. Erst ganz zum Schluss wurde das Bild immer schärfer. Die Konzepte trafen in immer kürzeren Abständen bei uns ein. Und was uns besonders freute: Das Niveau der Ausarbeitung und die Qualität schienen immer besser zu werden. Uns wurde klar: ja, da gibt es wirklich viele Konzepte mit Potenzial, die haben unsere Anforderungen gelesen, die haben sich mit dem Produkt T-Home Entertain beschäftigt - und der Wettbewerb wird wirklich ein Erfolg.
Als Projektleiter hatte ich gerade in den Wochen zwischen diesem 4. April und der internen Jury-Sitzung am 23. April alle Hände voll zu tun: Konzepte aufbereiten für die Fachbereiche und immer wieder bei den Kollegen vom Produkt Management und von der Technik nachhaken. Erster Höhepunkt war unser Konsolidierungsworkshop am 18. April, bei dem wir dann die Vorbewertungen für die eigentliche Jury-Sitzung diskutiert haben. Und dann die Zusammenkunft unserer Juroren selbst: Natürlich habe ich am Vorabend bis um elf Uhr noch mit einer Kollegin noch an den Vorbereitungen gesessen.
Aber wichtiger ist die Arbeit, die die Teilnehmer in den Wettbewerb gesteckt haben. Da kann man auch in dieser ersten Runde des Interactive TV Award schon ein Zwischenfazit ziehen. Es gab sehr unterschiedliche Einreichungen. Manche gingen eher in Richtung allgemeine Produktbeschreibung. Manche bestanden schwerpunktmäßig aus Text. Andere haben extrem viel Mühe ins Design und die visuelle Aufbereitung gesteckt.
Was mich gewundert hat: die Universitätslandschaft war nicht besonders stark vertreten. Ich hätte außerdem noch mehr Konzepte von Seiten organisierter Start-up-Firmen erwartet.
Wir haben uns aber sehr gefreut, dass so gut wie alle Bewerber unsere Teilnahmebedinungen genau gelesen hatten und dass die Vorschläge sich danach ausrichteten, was wir mit unserem Produkt T-Home Entertain ohnehin vorhaben. Hier liegen uns zum Beispiel die Themen Personalisierung und Individualisierung besonders am Herzen - und letztlich sind ja auch unter den am 23. April gekürten Teilnehmern vier Ideen aus dem Bereich Recommendation dabei.
Ob ich etwas anders machen würde? Wenn der nächste Interactive TV Awards zu organisieren wäre, dann würde ich definitiv mehr Zeit nach der Bewerbungsphase vorsehen. Wahrscheinlich würde ich auch nach zusätzlichen Wegen suchen, das Thema noch stärker in den Netzwerken der Entwickler zu streuen.
Ich denke aber, ich kann da auch für meine Kollegen sprechen: Mit dem Ergebnis der Jury-Sitzung sind wir sehr zufrieden und vor allem gespannt, was in der nächsten Runde passiert, wenn die Konzepte umgesetzt werden. Den ersten Schritt in diese Richtung machen wir nächste Woche bei einem Workshop zusammen mit allen zehn Teilnehmern in Darmstadt.
Ich freue mich darauf, die Entwickler persönlich zu treffen. Im Blog werden wir bald aus erster Hand darüber berichten.
English version
Exciting to the end - a look at the first round
From Ulrich Brünger, Project Manager Interactive TV Award | Tags: Award, Application, Jury, Competition ****
My colleagues and I fretted until the bitter end. Would we receive enough submissions? Do they believe in our product and what about its quality? Would we even have enough winners to go on to the next round? This was, after all, the first developer competition ever held by Deutsche Telekom.
Admittedly, the response was a bit disappointing in the first weeks. But toward the end the picture began to take shape. Concepts began arriving one after the other. And even better: the level of the planning and quality seemed to continuously improve. It was clear to us that there were, indeed, enough concepts with the potential to go all the way. The applicants had read and understood our requirements and taken a hard look at the T-Home Entertain product - the competition was evolving into a success.As the project manager, I had plenty to do in the weeks between April 4 and the jury meeting on April 23: preparing concepts for specialists and hassle my colleagues in product management and technology. The first highlight was a workshop on April 18 where we made preliminary evaluations for the actual jury meeting. And then came the meeting with the jury itself - naturally my colleagues and I were preparing for the meeting until 11 p.m. the night before.
But the efforts of the participants in the competition are most important. We can already draw some positive conclusions from the first round of the Interactive TV Award. The submissions varied widely. Some resembled a general product description while some were almost entirely made up of text. Others put a lot of effort into design and the visual depiction.
What amazed me: Universities didn´t make a big splash. I also would have expected more entries from start-ups.
But we were very pleased that almost all applicants read the Terms & Conditions and that the concepts followed the guidelines, which are adapted to our vision for our T-Home Entertain product. Personalization and individualization are topics that are very important to us - and four of the ideas that made the cut on April 23 deal with recommendations.
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1.- Teilnehmer
Kommentar vom 01. Mai 2008 um 09:45
Bitte, Bitte, richtet euch das nächste mal nicht an den gemeinen Entwickler sondern direkt an die Firmen! Oder zieht von vorne herein klare Grenzen! An den Universitäten (da kommen die vermissten Studenten/Startups oft auch her) steht Offenheit ganz weit oben auf der Anforderungsliste - daher war das geschlossene System MS Mediaroom die ungünstigste Plattform die für einen “Entwickler”-Wettbewerb gewählt werden konnte!
Für den gemeinen Entwickler steht der zeitliche Aufwand häufig in einem viel krasseren Verhältnis wie für eine Firma wie z.B. Frog-Design (gehört mittlerweile zu KKR mit einer Marktkapitalisierung von ca. 57 Mrd. Dollar. Konzept: Gedacht wird vor Ort, entwickelt in Indien… BrandEins 12/07). Daher haben bestimmt auch viele aus dem Uniumfeld nach dem Erhalt des “StarterKits” Ihre Teilnahme auf Eis gelegt. Mit dem konnte man nämlich nicht wirklich etwas anfangen.