Interactive TV Award - Blog zum Interactive TV Award der Deutschen Telekom




Zeigt her Eure Filme!- Nutzer produzieren und veröffentlichen selbst

Von Team Interactive TV Award | Die Funktion ist deaktiviert.

Web 2.0 ist keine Schlagzeile mehr, Mitmach-Internet ist für viele Alltag. Ständig gibt es neue Do-it-yourself-Spielereien: Bei YouTube kann man jetzt zum Beispiel Videos miteinander verlinken, so dass User selbst entscheiden, wie eine Geschichte weitergeht.


 

Selbst entscheiden: Wie stark sich unser Medienkonsum wirklich verändert hat, zeigte vor wenigen Monaten eindrucksvoll die IBM-Studie zur “Innovation der Medien“. Traditionelle Medien wie das Fernsehen befriedigen uns nicht mehr, viele von uns wollen selbst das Heft in die Hand nehmen. Selber mitmischen, selber produzieren: ein großes Thema auch für das interaktive Fernsehen der Zukunft.

English abstract

Show Us Your Films! - Users Produce and Publish Themselves

Traditional media are in the throes of change. In the 14-24 age group the Internet has already left TV behind. The trend is for TV to become a secondary medium.

Die Glotze baut ab?

Die traditionellen Medien sind vom Wandel alle betroffen. Aber nicht gleichermaßen. Es gibt auch ein Hauptopfer: Das klassische Fernsehen. Die Aufmerksamkeit war ein wichtiger Gradmesser mit dem die Studie die Relevanz eines Mediums gemessen hat. In der Altergruppe 14 - 24 Jahre hat das Internet das Fernsehen bereits hinter sich gelassen. Das Fazit: Traditionelles Fernsehen verkommt zum Nebenbei-Medium. Es ist nach den Zeitschriften das entbehrlichste Medium, gefolgt vom Radio.

Dabei haben die Zuschauer ganz konkrete Wünsche an das Fernsehen. “Schon in der IBM Medienstudie 2005 waren die Top 2 nachgefragten “interaktiven Funktionen im TV”:

  • Sendungen aufzeichnen und später ohne Werbung ansehen.
  • TV-Sendungen stoppen und später ansehen.”

Das weist also schon den Entwicklungsweg den das Medium vom Pantoffelkino in die Zukunft nehmen muss, um nicht ins Hintertreffen zu geraten. Eine weitere Eigenschaft des neuen Fernsehens ist eine unvergleichbar bessere Bildqualität. HD - High Definition - ist die Messlatte der man gerecht werden muss. Und - das ist jetzt der Bogen zum Web 2.0 - die Zuschauer wollen selber mitmachen. Sie wollen nicht nur interagieren sondern Fernsehen selbst produzieren. Dafür gibt es auch schon einen neuen Namen: “Prosument”. Das ist dann derjenige der nicht nur konsu- sondern auch produ-zieren will.

Und warum mitmachen?

Über alle Altersklassen hinweg gibt es mit weitem Abstand einen Hauptgrund für das Erstellen von Inhalt: Die Freude am Austausch mit anderen zu interessanten Themen. An zweiter Stelle steht der Spaß an der Erstellung von Beiträgen. Finanzielle Erwägungen spielen (noch) keine signifikante Rolle. Bisher existiert auch kein Modell für die Honorierung von nutzergeneriertem Inhalt.

Die Mitmachwelle geht einher mit der leichteren Verfügbarkeit von Produktionsmitteln wie Kamera, Schnitttechnik und vor allem den entstandenen “Kinos” - also Podien für das Selbstgemachte. YouTube, Flickr, Qik um nur einige zu nennen. Und sie widerlegt die These, dass Zuschauer geborene Couch Potatos sind.

Das schien einmal so. Aber seit der Liberalisierung der Produktionsmittel sind eine Reihe von Kunst- und Kulturbranchen in Bewegung gekommen. Mit Einzug der Computer ins Musikgeschäft waren keine Superstudios mehr nötig, um Songs in hoher Qualität aufzunehmen und zu produzieren. Die Folge war ein Flut von Bands, die ihre Musik selber erstellten. Seit es Podcasts gibt, ist jeder ein eigener Radiosender.

Jetzt ist das Fernsehen an der Reihe. Selbstproduzierte digitale Filme beginnen, den aufwendigen Produktionen die Show zu stehlen. Über 50% der Jugendlichen sehen sich heute bereits Nutzer generierte Filme an. Ihr Wunsch: Die Amateur-Videos aus dem Internet in den Stubenfernseher bringen und hier ebenso auswählbar machen. Hört sich das nicht schwer nach IPTV an?!

Der nächste Schritt: Selber produzieren - wie geht das eigentlich? Speziell Video-Sharing und Bloggen, zum Beispiel: Demnächst hier auf diesem Blog.

English abstract

Show Us Your Films! - Users Produce and Publish Themselves

Traditional media are in the throes of change. In the 14-24 age group the Internet has already left TV behind. The trend is for TV to become a secondary medium.

What viewers want is:
•To record programmes and watch them later without advertising
•To stop TV programmes and restart them later.

Why Take Part?

The pleasure of sharing ideas on interesting subjects with others is fun. Financial considerations do not (yet) play a significant part.
Means of production such as a camera and cutting technology are easier to come by, and platforms like YouTube, Flickr and Qik are motivating.
Radio developed in a similar way. Now, with podcasts, everyone is his own radio station.

The Next Step: Produce your own TV as a prosumer. Bring amateur videos from the Internet to home TV screens and make them available for selection.
How? Watch this blog for more - especially about video sharing and blogging - soon.

Dieser Beitrag wurde am Freitag, 15. August 2008 um 19:00 Uhr veröffentlicht und unter der Kategorie User abgelegt. Sie können die Kommentare zu diesem Eintrag durch das RSS-Feed verfolgen. Sie haben die Möglichkeit, einen Kommentar zu hinterlassen oder einen Trackback von Ihrem Weblog zu senden.

« Zum vorherigen Beitrag - Zum nächsten Beitrag »


Keine Kommentare (Kommentar schreiben?)

Bis jetzt gibt es noch keine Kommentare.

Du musst dich einloggen, um kommentieren zu können.