Wer hätte das gedacht: Allen bisherigen Unkenrufen zum Trotz fördert das Streaming-Angebot im Internet die Einschaltquoten der guten alten TV-Sender.
Seit jeher waren die Ausstrahlungen von aktuellen Serien im Netz verpönt. Jedoch hat die Online-Sparte des US-Senders CBS nun mittels einer Umfrage mit fast 50.000 Nutzern von Streaming-Angeboten herausgefunden, dass Online-Streaming die Reichweite eines Formats eher unterstützt als beeinträchtigt. 35% der Befragten bestätigten, dass sie ihre Lieblingssendung zusätzlich zum Online-Angebot auch noch im TV anschauen. Den größten Unterschied des Nutzerverhaltens machte das Durchschnittsalter aus. Während die älteren Herrschaften im Durchschnittsalter von 54 Jahren die größte Zuschauerzahl im TV übernehmen, erfreuen sich die Onlineangebote eher eines jüngeren Publikums von durchschnittlich 38 Jahren.
Meiner Meinung nach sollten sich die Fernsehanstalten diese Aussage eigentlich zu Nutze machen. Eine Verbesserung der Angebote im Netz würde mir z.B. endlich die Möglichkeit bieten meinen Freunden nicht nur kurze Ausschnitte meiner Lieblingssendungen auf Youtube zu zeigen, sondern die ganze Sendung. Mit kompletten Sendungen oder Best-of-Trailern könnte ich meine Freunde eher von meinen Favoriten begeistern, so dass sie zum Publikum von morgen werden und zwar im TV. Anscheinend ist das noch nicht so ganz rübergekommen - schade. Denn werbefrei und am besten kostengünstig - wer würde da nicht sowohl online als auch via TV seine Lieblingssendung zweimal gucken!? Und: Die Sendungen, die vor allem für Teenies “lebenswichtig” sind, bleiben auch im TV interessant. Also: “Popstars” und “Alles was zählt” bis zum Abwinken-..
Dieser Beitrag wurde am Mittwoch, 03. September 2008 um 14:17 Uhr veröffentlicht und unter der Kategorie User abgelegt. Sie können die Kommentare zu diesem Eintrag durch das RSS-Feed verfolgen. Sie haben die Möglichkeit, einen Kommentar zu hinterlassen oder einen Trackback von Ihrem Weblog zu senden.
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1.- Alexandra Evers, Projektleitung Interactive TV Award
Kommentar vom 29. November 2008 um 19:26
Ich bin noch über eine weitere aktuelle Studie gestolpert, die dazu passt:
http://www.nielsen.com/media/2008/pr_081031.html
Fernsehen und zugleich im Internet surfen, das machen laut dieser Studie fast ein Drittel der Befragten. Nach der Tendenz wurde zwar nicht gefragt, aber eigentlich ist klar, dass sie steigend ist. Schon alleine wegen der sich überlappenden Angebote: Wie oft wird wohl während einer typischen TV-Stunde eine www-Adresse eingeblendet? Machen Sie sich doch mal den Spass und zählen Sie, auch bei den Werbespots!
Zudem sind ja bei einigen Sendern frühere Serienfolgen online verfügbar; falls ein wichtiges Detail verpasst wurde, einfach schnell mal nachsehen.
Nun noch komfortabel alles auf den grossen Flachbildschirm zusammenführen und mit einer Bedienfläche versehen, schon steht das Grundgerüst für IPTV. Alles weitere ergibt sich durch die Kreativität der Entwickler, na ja, zunächst bestimmt durch die Anforderungen der Nutzer. Damit bedarfsorientiert entwickelt werden kann …
Viele Grüsse, Alexandra Evers