Interactive TV Award - Blog zum Interactive TV Award der Deutschen Telekom




Die Soap, die mache morgen ich

Von Achim Brueck, Interactive TV Award - Kommunikation | Tags: , ,

Wer nach Trends fürs Fernsehen der Zukunft Ausschau hält, schaut nach Japan. Hier ist das Mobil-Telefon schon längst die Blogging-Zentrale, mit der man sein Netzwerk auf dem Laufenden hält. Und dabei geht es nicht mehr nur um Texte und Bilder, inzwischen boomen selbst gedrehte Filme. Auch die Finalisten-Konzepte beim Interactive TV Award zeigen, wie man eigene Filme mit Verwandten teilt und das Handy ins Fernsehgeschehen einbezieht. Grund genug, schon einmal einzusteigen: Wie geht das eigentlich - eigene Videos vom Handy ins Netz?

Filmen und teilen

Beginnen wir ganz praktisch mit dem, was schon da ist: mit der ersten und mittlerweile größten Video-Share-Plattform youtube.com. Man meldet sich online an und bearbeitet die „Mobileinstellungen” seines Kontos. Dazu füllt man die erforderlichen Felder aus. An die daraufhin angezeigte persönliche E-Mail-Adresse kann man sofort die Filme per MMS senden, die man unterwegs mit der Kamera seines Mobiltelefons aufgenommen hat. Sie werden dann im Bereich „Meine Videos” veröffentlicht.

Die nächste Video-Community startete ihr Angebot als Foto-Sharing-Portal. Gemeint ist flickr.com, und heute zeigt flickr auch Filme. Die kann man allerdings nur mit einem kostenpflichtigen Pro-Account hochladen. Videos und Bilder lassen sich ganz unkompliziert zum Beispiel mit einem Nokia-Multimedia-Mobiltelefon posten. Sie werden dabei direkt an flickr in den eigenen Bereich gesendet. Die Reihenfolge der nötigen Schritte ist identisch mit denen anderer Blogs.

  1. Konto bei Flickr eröffnen. Das Basiskonto ist kostenlos, Voraussetzung ist eine Yahoo-ID (weil Flickr zu Yahoo gehört).
  2. Filme und Fotos aufnehmen und für die Online-Veröffentlichung bereitstellen.
  3. Senden.

Ist diese Online-Sharing-Funktion auf dem Nokia-Telefon noch nicht vorhanden, sollte man die Firmware seines Mobiltelefons aktualisieren. Wenn diese Aktualisierung nicht hilft, installiert man die kostenlose Helfer-Software Mobup, die das Hochladen der Bilder und Filme übernimmt. Weil dieser upload nach wie vor deutliche Kosten mit sich bringt, bietet Flickr auch die Möglichkeit, Beiträge per MMS an eine E-Mail-Adresse zu versenden bzw. ohne Zusatzkosten in einem WLAN online zu veröffentlichen. Ähnliche Funktionen besitzen ausgewählte Mobiltelefone von weiteren Herstellern, etwa von Sony Ericsson. Die URL des mobilen Flickr ist ganz einfach m.flickr.com.

Hilfe, ich bin jetzt live!

Selbst hier und jetzt auf Sendung gehen - den Wunsch könnte http://qik.com erfüllen. Hier werden die Filme von der Kamera direkt ins Netz gestreamt. Dafür gilt: erst anmelden, dann senden. Diese datenintensive Anwendung erfordert einen Vertrag mit sehr großem Datenvolumen oder besser eine Daten-Flatrate. Momentan werden bei Qik nur Nokia-Telefone unterstützt, weitere Hersteller sollen folgen.

Blogs und Sharing-Plattformen waren gestern

Am Anfang dieses Beitrags haben wir mit Weblogs angefangen, aber wie es so ist: Seither hat sich viel getan, und die sind schon wieder out. Zumindest für die Mehrheit jugendlicher Internetnutzer. Deren Treffpunkte sind die Social Networks. Im Vergleich zu diesen Möglichkeiten sind Blogs wie die Gutenberg-Bibel. Social Networks wie myspace oder facebook bieten wirkliche Interaktion und ein enges „Miteinander” im virtuellen Raum. Hier werden zum Beispiel Videouploads an eine Vielzahl von Austausch- und Benachrichtigungsfunktionen gekoppelt. So erfährt man sofort, wenn neue Filme oder andere Beiträge von Freunden erschienen sind.

Und by the way: Der Internet-Tarif „web & walk” von T-Mobile bietet deshalb einen einfachen und direkten Zugriff auf diese Netzwerke von der mobilen Startseite des Dienstes. Mit Hilfe von Widgets. sind hier Plattformen wie youTube und flickr, facebook, myspace und auch die deutschen Lokalisten gelistet. Letztere sind ein Freundesnetzwerk in der Region des Nutzers. Der Zugriff auf diese Dienste erfolgt immer über den Browser. Es müssen keine Anwendungen auf dem Mobiltelefon installiert werden. So ist man immer aktuell.

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Dieser Beitrag wurde am Dienstag, 09. September 2008 um 09:00 Uhr veröffentlicht und unter der Kategorie User abgelegt. Sie können die Kommentare zu diesem Eintrag durch das RSS-Feed verfolgen. Sie haben die Möglichkeit, einen Kommentar zu hinterlassen oder einen Trackback von Ihrem Weblog zu senden.

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