Interactive TV Award - Blog zum Interactive TV Award der Deutschen Telekom




Der Preis-Kampf und die Feature-Offensive – Ein Plädoyer gegen das Totsagen

Von Ulrich Brünger, Projektleiter Interactive TV Award | Tags: , ,

Tut mir Leid, aber Totsagen hilft bei IPTV einfach nicht. Kaum wirft jemand etwas unter diesem Etikett umsonst auf den Markt, schon ist es nichts Wert und überhaupt eine Totgeburt:
Die Financial Times Deutschland spricht vom Dauerverlustgeschäft. Meine Kollegen und ich verfolgend die Debatte schon länger. Wir vermissen darin die Reflexion.

Denn die Zeit hat bewiesen: Irrtümer passieren durchaus beim Bewerten neuer Technologien. IBM-Chef Thomas Watson behauptete 1943 beispielsweise, dass es auf dem Weltmarkt Bedarf für „vielleicht“ fünf Computer gäbe. Was daraus geworden ist, wissen wir alle…

Auch wenn IPTV noch am Anfang steht – es hat ein ungeheures Potenzial. Wir haben es in diesem Blog mehrfach ausgelotet. Mit dem Interactive TV Award sind wir auf die Reise gegangen, diese neue Welt zu erschließen. Die Finalisten arbeiten an interaktiven Anwendungen, die sich der normale TV-Zuschauer heutige noch gar nicht vorstellen kann. Und einer meiner Kollegen, der bei der IFA am Messestand mit Kunden und Interessierten sprach, weiß zu berichten, dass immer mehr Menschen verstehen, worum es bei IPTV eigentlich geht und welche Chancen für Interaktivität in dieser Technik liegen.

Doch das eigene Erleben ist wichtig. Vom Hören-Sagen lässt sich keiner begeistern. Also: Her damit. Und here you go: 2 Monate kostenlos T-Home. Der Fernsehzuschauer möchte doch bitte selbst entscheiden, ob er nicht vielleicht auch Programmdirektor sein will. Dabei geht es uns  nicht darum, den Preis zu drücken, sondern Qualität stetig wachsen zu lassen. In Netze muss nun mal investiert werden, das kostet. Darum: In naher Zukunft wird es noch mehr Städte geben, die per VDSL T-Home Entertain empfangen können. Und T-Home ist ein Paket, welches stetig dicker, schwerer und attraktiver wird. Dafür werden zurzeit neue Zusatzfunktionen integriert und vor allem auch Inhalte nachgelegt. Formate und Inhalte stehen  immer im Fokus der Auseinandersetzungen. Die jetzt hinzu gelegten Inhalte gibt’s fast alle gratis. Dazu gehören:

o Mehr Video-onDemand-Angebote im TV-Archiv, bis zu 2000 populäre Filme, Serien, Soaps, Shows und anderes
o 2500 Radiosender mit nutzerfreundlicher Navigation und Suche, die jeder persönlich auf seine Bedürfnisse abstimmen kann
o Flexibel buchbar sind kostenpflichtige Zusatzangebote, wie Bundesliga mit interaktiven Features oder Dokumentationskanäle

Systematisch formt sich so die neue Dimension von Fernsehen und Kommunikation.
Es gibt Unkenrufer  und Fans, bei denen die Anstrengungen der Telekom für T-Home und IPTV gut ankommen. Und wie gesagt, das Angebot steht: zwei Monate testen und … weiter diskutieren.

Mehr Informationen:

IFA – IPTV auf dem Weg zum Massenmarkt

Mißverständnis Internetfernsehen

Alice homeTV

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Dieser Beitrag wurde am Montag, 22. September 2008 um 08:27 Uhr veröffentlicht und unter der Kategorie Medienwelt abgelegt. Sie können die Kommentare zu diesem Eintrag durch das RSS-Feed verfolgen. Sie haben die Möglichkeit, einen Kommentar zu hinterlassen oder einen Trackback von Ihrem Weblog zu senden.

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4 Kommentare (Kommentar schreiben?)

  1. 1.- Robert Schlabbach

    Kommentar vom 22. September 2008 um 16:26

    Was aus der Behauptung von Thomas Watson wurde wissen wir in der Tat: Ca. 40 Jahre später kam die Ära der “Homecomputer” welche den Durchbruch des Computers markierte.

    Soll das Anbringen dieser Historie nun andeuten, dass die Telekom auch eine derart langfristige Zeit bis zum Durchbruch des IPTV erwartet?

    Zumindest scheinen die Anstrengungen der Deutschen Telekom so ausgelegt zu sein - es geht nämlich im unerträglich langsamen Schneckentempo voran. Viele angekündigte Produktfeatures wurden entweder sang- und klanglos gestrichen, haben sich extrem verzögert, oder stehen bis heute aus (wie übrigens auch das im Beitrag genannte Webradio).

    Das war übrigens auch auf dem Entwicklertreffen auf der IFA von einem Entwickler zu hören: “incredibly slow” wäre die Deutsche Telekom - interessanterweise einzig im deutschen Heimatmarkt, während ihre Ableger in Osteuropa IPTV deutlich aggressiver angehen und ihren Kunden laufend neue Innovationen anbieten.

    Warum ist das so? Fürchtet die Telekom sich vor allzu grossem Erfolg ihres IPTV-Angebots in Deutschland, weil die möglicherweise eine Marktbeherrschung und damit eine Regulierung nach sich ziehen könnte? Oder ist man einfach nicht innovativ mangels ausreichendem Konkurrenzdruck?

    Für viele Kunden ist das IPTV-Angebot der Deutschen Telekom AG jedenfalls sehr enttäuschend, schauen Sie sich mal in den Diskussionsforen um: Bildqualität und Funktionsumfang sind nach wie vor nicht zufriedenstellend.

    Und da nützen kostenlose Testmonate herzlich wenig, wenn die Kunden dabei feststellen, dass die Bildqualität nicht besser ist als beim kostenlosen DVB-T Empfang, die Programmvielfalt hinter Kabel und Satellitenempfang zurückbleibt, und der Funktionsumfang kaum mit dem eines handelsüblichen Festplattenreceivers mithalten kann.

    Also nur mit “Aussitzen” bis sich der Erfolg von IPTV von alleine mal einstellt, kann das noch sehr lange dauern - die Konkurrenz wird sich freuen. Was die Telekom bisher unternimmt verdient die Bezeichnung “too little, too late”. Es gibt noch viele gemachte Ankündigungen zu erfüllen, bis man überhaupt den “Zufriedenstellend”-Status erreicht. Und das wäre noch nicht mal der Anfang einer Erfolgsgeschichte…

  2. 2.- bea

    Kommentar vom 16. Juli 2009 um 12:36

    Meine Reden.

  3. 3.- reiner

    Kommentar vom 26. Januar 2010 um 09:03

    schon seltsam

  4. 4.- Diyet

    Kommentar vom 13. März 2010 um 18:17

    Das war übrigens auch auf dem Entwicklertreffen auf der IFA von einem Entwickler zu hören: “incredibly slow” wäre die Deutsche Telekom - interessanterweise einzig im deutschen Heimatmarkt, während ihre Ableger in Osteuropa IPTV deutlich aggressiver angehen und ihren Kunden laufend neue Innovationen anbieten.

    Warum ist das so? Fürchtet die Telekom sich vor allzu grossem Erfolg ihres IPTV-Angebots in Deutschland, weil die möglicherweise eine Marktbeherrschung und damit eine Regulierung nach sich ziehen könnte? Oder ist man einfach nicht innovativ mangels ausreichendem Konkurrenzdruck?

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