Ich weiß, ich habe es vor 10 Tagen schon gesagt, aber wenn ich die 2 aktuellsten Studien so lese, fühle ich mich in meiner Meinung bestätigt, dass IPTV eine Zukunft hat. Nur welche?
“Totgeburt”, “Rohrkrepierer” - derartige Etiketten mussten sich wohl nahezu alle Innovationen zu Beginn ihrer Karriere anhaften lassen.
Erinnern wir uns: Dem Internet wurde kurz nach seinem Weg an die heimischen PCs sogleich der Untergang prophezeit: Zu langsam, zu wenig intuitiv, zu unpersönlich. Der PC selber galt zu Beginn als nicht zukunftstauglich: Wer sollte sich um Himmels Willen ein so teures, unhandliches Werkzeug in die Wohnung stellen, das zudem nur unwesentlich mehr konnte, als ein besserer Taschenrechner? Ja, sogar der Buchdruck war zunächst umstritten, verleitete er die Menschen doch zum (unnützen) Lesen statt sich um den Broterwerb zu kümmern!
Mit IPTV ist es vergleichbar, die Mängel dienen eingefleischten Skeptikern oft als Steilvorlage fürs Schwarzmalen. Etwa, wenn das Bild mal noch ruckelt, wenn Inhalte oder Sendeformate noch nicht jedermanns Geschmack berücksichtigen oder wenn die interaktiven Potenziale weitgehend noch Zukunftsmusik sind. Und doch prognostizieren die meisten Experten schon heute ein deutliches Wachstum in naher Zukunft - 64,1% alleine dieses Jahr!
Und das zu Recht: Schließlich haben sich die Betreiber zeitig um vernünftige technische Standards gekümmert und ihre Innovationen daran ausgerichtet. Und sie sammeln ständig Ideen und Konzepte für neue Sendeformate, die den Zuschauer mehr und mehr aus seiner passiven Rolle befreien.
So wird - eher früher als später - IPTV die klassische TV-Empfangsstation bei der Mehrheit der Fernsehzuschauer ersetzt haben. Auch wenn die Zahl der weltweiten Nutzer laut Gartner von 1,1% auf nur 2,8% im Jahre 2012 ansteigt - warten wir’s ab, die Vergangenheit hat uns doch bis dato immer eines besseren belehrt!
Dieser Beitrag wurde am Donnerstag, 09. Oktober 2008 um 12:45 Uhr veröffentlicht und unter der Kategorie Medienwelt abgelegt. Sie können die Kommentare zu diesem Eintrag durch das RSS-Feed verfolgen. Sie haben die Möglichkeit, einen Kommentar zu hinterlassen oder einen Trackback von Ihrem Weblog zu senden.
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