Interactive TV Award - Blog zum Interactive TV Award der Deutschen Telekom




IPTVler “schalten” schneller!

Von Alexandra Evers, Projektleitung Interactive TV Award | Die Funktion ist deaktiviert.

Jeder kennt sie: die Zapper vor dem Herrn. Meistens sind’s die lieben Männer, die hektisch von einem Programm zum andern springen. Und eine neue Studie sagt jetzt: mit IPTV kann man noch viel schneller hoppen.

Profi-Zapper nutzen jede Werbepause und jede langweilige Stelle gnadenlos - von einem Sender in den nächsten und direkt schon wieder weiter. Seitdem man den Sessel zum Umschalten nicht mehr verlassen muss, und erst recht seit der invasionsartigen Vermehrung der Programme. Man könnte ja gerade in diesem Augenblick auf dem anderen Sender die entscheidende Stelle verpassen.

Warum geht das Hoppen mit IPTV noch schneller als per Satellit oder über’s Kabel? Liegt daran, dass IP schneller ist als “normale” Sendesignale. Wofür das gut ist? Jedenfalls weder für die “Dauerwerbeberieselung” aus den Anstalten noch für die Nerven aller, die ohne die Hoheit über die Fernbedienung durch den Abend kommen müssen.

Dieser Beitrag wurde am Samstag, 01. November 2008 um 11:13 Uhr veröffentlicht und unter der Kategorie Technologie, User abgelegt. Sie können die Kommentare zu diesem Eintrag durch das RSS-Feed verfolgen. Sie haben die Möglichkeit, einen Kommentar zu hinterlassen oder einen Trackback von Ihrem Weblog zu senden.

« Zum vorherigen Beitrag - Zum nächsten Beitrag »


2 Kommentare (Kommentar schreiben?)

  1. 1.- Robert Schlabbach

    Kommentar vom 02. November 2008 um 19:57

    IP ist keineswegs “schneller” als andere Sendesignale. Meine DVB-S Karte synchronisiert sich bei einem Transponderwechsel in ~15ms auf den neuen Transponder - in der Zeit bekommt man von der Telekom nicht ein einzelnes Bit, weil schon 14ms Interleaving konfiguriert sind. Das “erste Bit” bekomme ich also schneller per Satellit als von der Telekom. Und wenn ich gar zu einem anderen Programm _innerhalb_ eines Transponders umschalte, sind die Daten sofort da, während bei IPTV jedes Programm einzeln angefordert werden muss. Also von dem reinen Erlangen des Datenstroms her ist IPTV im Nachteil.

    Einen Vorteil hat das Microsoft IPTV-System Dank des patentierten “ICC”, bei dem der IPTV-Receiver vom DServer den letzten Keyframe anfordern kann, um in verkürzter Zeit mit dem Dekodieren und der Darstellung des Bildes beginnen zu können - aber leider ist diese Zeit auch nicht “null”, weil ja wieder Latenzen im Netz vorhanden sind, bis die Daten vom Server abgerufen sind. Und wenn es im Vergleich mit DVB-C/S/T um den Programmwechsel innerhalb eines Kanals/Transponders geht, kann IPTV mit diesem System eher nur aufschliessen, und sich nur beim Kanal/Transponderwechsel einen leichten Vorteil verschaffen…

    …der aber dann durch die Trägheit des IPTV-Receivers wieder zunichte gemacht wird. So dauert 10x Umschalten mit dem IPTV-Receiver 5-6 Sekunden, also 500-600ms oder über eine halbe Sekunde pro Umschaltung. Das ist mir schlichtweg zu langsam! Zum Vergleich: Bei meiner TV-Anwendung für den PC kann ich mit der Tastatur-Wiederholrate durch die Sender “flitzen”, also 30x pro Sekunde umschalten, also 33ms pro Umschaltung - 16x schneller als die “IPTVler”, die also keineswegs schneller schalten, sondern sehr viel langsamer.

    Natürlich bekomme ich bei dieser Geschwindigkeit nicht auf jedem Sender ein Bild zu sehen - aber das will ich auch gar nicht: Oft will ich nur ein paar Programme weiterschalten, z.B. wenn ich in der Werbepause von ProSieben (bei mir auf der 15) kurz auf CNN (bei mir auf der 17) umschalten will. 2x P drücken geht viel schneller vonstatten als “1″, “7″, “enter” zu drücken.

    Für mich ist die “responsiveness” wichtiger als sofort ein Bild zu haben. Ein Tastendruck muss sich SOFORT bemerkbar machen. Aber dazu ist die IPTV Receiver-Hardware vielleicht auch gar nicht in der Lage. Ein SoC-Prozessor mit ein paar hundert MHz spielt eben nicht in derselben Liga wie ein 2x 2,5GHz PC…

  2. 2.- Robert Schlabbach

    Kommentar vom 02. November 2008 um 21:18

    …andererseits schafft es Microsoft, meinen 2x 2,5GHz PC mit seinem Vista Media Center auf die “responsiveness” einer schwachbrüstigen Set-Top-Box zu reduzieren. Also liegt es vielleicht nur an Microsoft’s trägem .NET-Code, und auch die IPTV-Hardware wäre bei “vernünftiger” Programmierung zu viel mehr Benutzerkomfort in der Lage…?

Du musst dich einloggen, um kommentieren zu können.