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Web-TV ins Wohnzimmer bringen: neuer Versuch

Von Ulrich Brünger, Projektleiter Interactive TV Award | Die Funktion ist deaktiviert.

Das Thema ist ein Dauerbrenner, und kürzlich habe ich wieder einmal von einem neuen Versuch gelesen, Web-TV ins Wohnzimmer zu bringen.

Oder sagen wir: Ansatz. Denn auf den ersten Blick hört sich die Idee gut an. Einfach eine Hardware kaufen, Modem oder Router anstecken, an den Fernseher im Wohnzimmer anschließen, und schon kann das Fernseherlebnis mit 1000 und mehr Kanälen plus Youtube und Co. losgehen. Konfiguriert werden kann alles über eine Website.

Aber dann fangen die Probleme auch schon an: Im Bild gibt es wohl unschöne Blockbildungen, und es kann nicht garantiert werden, dass auch immer jede Show, die im “normalen” Fernsehen gezeigt werden, auch bei diesem Dienst angeboten werden kann. Und irgendwie kann ich mir bei dem dargestellten Set-up noch nicht vorstellen, wie ein halbwegs brauchbarer Elektronischer Programmguide (EPG) dabei funktionieren können soll. Stichwort: konsistentes Tagging und Metadaten für die Sendungen.

Fazit: Ein guter Versuch, aber ich glaube, dass ein solcher Service bis auf Weiteres nicht massenmarkttauglich ist, und weiterhin nur eher Longtail-Inhalte und spezielle Zielgruppen adressieren kann.

Dieser Beitrag wurde am Mittwoch, 12. November 2008 um 12:26 Uhr veröffentlicht und unter der Kategorie Produkt abgelegt. Sie können die Kommentare zu diesem Eintrag durch das RSS-Feed verfolgen. Sie haben die Möglichkeit, einen Kommentar zu hinterlassen oder einen Trackback von Ihrem Weblog zu senden.

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