Interactive TV Award - Blog zum Interactive TV Award der Deutschen Telekom




„Keep it simple, stupid!“

Von Achim Brueck, Interactive TV Award - Kommunikation | Tags: , , ,

“Gib mir mal einen Tipp, bitte …!” Wer so eine Frage stellt, will eine schnelle, kurze Antwort. Der Rest ist Vertrauen in die Person, die er gefragt hat.

Genau so sollte es auch in der neuen Medienwelt funktionieren. Tipps und Empfehlungen für Suchende sind im Fernsehen der Zukunft ebenso wie bei unserem Wettbewerb ein brandheißes Thema. Unter dem Namen „MediaScout” entwickeln die Deutschen Telekom Laboratories neue Ansätze für die Suche jenseits der bekannten Elektronischen Programm Guides (EPG).

Die Aufgabe: Finde das für mich als Nutzer Interessante zwischen 125 TV-Angeboten, diversen Radiosendern, User Generated Content und vielleicht noch vielen weitere Formate jetzt und immer wieder neu.

Nutzer erwarten Punktlandungen

Komplexer könnte die Herausforderung kaum sein. Denn jeder hat seine ganz speziellen Favoriten und täglich kommen neue Angebote dazu. In Bruchteilen von Sekunden erwartet der Nutzer eine Punktlandung. Die Suchmaschine an sich gehört als Funktion schon lange zehn Jahre zum erwarteten Standard der Nutzer. Neu und aufregend wird es, wenn sie in den Kreislauf von Suchen, Finden, Kaufen, Bewerten und Alternativangeboten eingebunden wird.

„Der Nutzer wünscht sich zu Anfang eine Liste die seinen Geschmack wiederspiegelt. Die Schwierigkeit beim interaktiven Fernsehen besteht nun darin, alles möglichst auf einen Knopfdruck anzubieten und dabei die Grundlage für persönliche Empfehlungen immer besser zu machen”, so der Innovationsverantwortliche.

“Zeig mir Ähnliches”

Zu den begehrtesten Optionen gehört inzwischen “Zeig mir Ähnliches”. Roland Schwaiger, der als Leiter des Bereichs Convergent Services and Platforms an den neuen Suchansätzen forscht, sagt warum: „Es gibt viel zu entdecken.”

Die Deutschen Telekom Laboratories haben ihren Prototyp der neuen Suchmaschine „MediaScout” genannt. Der Name ist Programm, denn es geht nicht nur um ein Medium, sondern um viele, für die diese Engine dem Nutzer nachvollziehbare Empfehlungen aussprechen soll.

Lieber von der Maschine als von Freunden

„Interessanterweise bevorzugt gegenwärtig in unseren Feldversuchen jeder dritte Nutzer die maschinellen Empfehlungen vor Freundesempfehlungen,” erklärt Roland Schwaiger. Und warum? „Weil sie einfach kompetent und aktuell sind.”

Roland Schwaiger setzt daher weiter auf das schlaue Kombinieren und will noch mehr Informationen aus Freundesnetzwerken sowie Zufallsempfehlungen in MediaScout integrieren: „Damit geht MediaScout weiter als jeder EPG und eröffnet interaktiven Spielraum, der auch wirklich Spaß am Entdecken macht. Wir wollen, dass die Erwartungen der Nutzer nicht nur erahnt sondern erfüllt werden. So fühlen die Nutzer sich gut aufgehoben und in ihren Entscheidungen bestätigt.”

In der täglichen Überflutung mit Information sieht der Forscher eine Herausforderung für die Zukunft: „Das Überangebot soll uns nicht den Spaß am Konsumieren verderben. Wir werden mit einer intelligenten Nutzerführung und optimierten Engines die intuitiven Anforderungen immer besser erfüllen. Sie dürfen gespannt sein.”

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Dieser Beitrag wurde am Montag, 12. Januar 2009 um 12:58 Uhr veröffentlicht und unter der Kategorie Technologie, User abgelegt. Sie können die Kommentare zu diesem Eintrag durch das RSS-Feed verfolgen. Sie haben die Möglichkeit, einen Kommentar zu hinterlassen oder einen Trackback von Ihrem Weblog zu senden.

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