Reinklicken und mehr bekommen - das geht nicht nur im Internet sondern auch im Fernsehen auf. Dieser Meinung war am 21. Januar in München die Jury des Interactive TV Awards der Deutschen Telekom. Die Experten kürten das Konzept PIN von Brigitte Trenfield und Andreas Regner zum Sieger - Höhepunkt eines fast elfmonatigen harten Wettstreits um die besten Ideen zum interaktiven Fernsehen.
Kurz vor der entscheidenden Präsentation vor der Jury: Wolfgang Spreicer, Brigitte Trenfield, Marc Trenfield und Andreas Regner (v.l.n.r.) vom Start-up Concept at large gewannen mit ihrem Konzept PIN den Interactive TV Award der Deutschen Telekom.Wir erinnern uns: im Siegerkonzept des Duos aus der Schweiz und Österreich bedeutet “mehr bekommen” mehr Information, mehr zusätzliche Aktion, mehr Services für Zuschauer, und das alles im Wesentlichen durch einfaches Klicken, direkt aus der laufenden Sendung heraus.
Schwere Entscheidung
Die Jurymitglieder bekannten am Ende, dass ihnen die Entscheidung nicht leicht gefallen war. Nach jeweils 45 Minuten Präsentation von jedem der drei verbliebenen Finalistenteams erkannten die prominenten Experten beim Konzept “PIN - An Instant Information System” das größte Potenzial. Damit lagen sie im Übrigen auf einer Linie mit den Probanden der Consumer-Tests, den die Finalisten-Anwendungen im Dezember durchlaufen hatten.
Wie kam die Jury zu ihrer Entscheidung? Die Jury-Mitglieder Achim Berg (Microsoft) und Robert Amlung (ZDF) ziehen ein Fazit:
Gelernt
“Ich fühle mich absolut sensationell”, sagte Brigitte Trenfield in einer ersten Stellungnahme, verwies aber auch auf die Zeit harter Arbeit, die hinter ihrem Team liegt: “Ich habe in dieser letzten Phase noch viele Interviews mit Sendern, Produktmanagern oder Zuschauern geführt, um Anregungen einzusammeln und unsere Anwendung zu verbessern. Dieser Wettbewerb, die vielen Gespräche und die Zusammenarbeit mit den Telekom-Kollegen haben uns einen enormen Lernprozess gebracht.”
Energy-Drinks und viel viel Kaffee
Wie die anderen Finalisten hatten auch Trenfield und Regner mit ihrem Team vom Start-up “Concept at large” zuletzt oft nachts gearbeitet und sich durch Abos beim Pizza-Bringdienst, Energy-Drinks und viel viel Kaffee die nötige Power erhalten.
Brigitte Trenfield wollte sich zunächst eine Denkpause gönnen, bevor sie das Preisgeld von 200.000 Euro investiert - aber PIN weiterentwickeln will sie auf jeden Fall. Mit einem Augenzwinkern fügte sie hinzu: “Ab 1. April 2011 können wir daran denken, die Anwendung auf der IPTV-Plattform Zuschauern zugänglich zu machen.”
Brigitte Trenfield freut sich über den hart errungenen Sieg und erzählt ihre Pläne für die nächste Zukunft:
Nicht abgeschlossen
Ähnlich wie die Jury sieht Trenfield den Weg des Konzepts als noch nicht abgeschlossen an. Robert Amlung, Leiter Digitale Medien beim ZDF und Jury-Mitglied drückte es so aus: “Die Anwendung des Siegerteams ist gut, aber für den richtig großen Erfolg braucht es einen Industriestandard.”
Was brachte der Award und wie gehts wieter? Christian P. Illek beschreibt als Marketing-Vorstand die Sicht der Deutschen Telekom:
Die Reaktionen der Sieger, als die Entscheidung bekannt gegeben wird? Sehen Sie die Siegerehrung in voller Länge:
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1.- Joachim Ollig
Kommentar vom 23. Januar 2009 um 15:27
Herzl. Glückwunsch an die Gewinner. Gratulation an die Telekom. Sicherlich eine beeindruckende Leistung ein solches ‘Innovations-Casting’ im positiven Sinne zu realisieren. Das Ergebnis bringt den Erfolg. Das Konzept überrascht mit viel Möglichem.
Herzlichst J. Ollig