Interactive TV Award - Blog zum Interactive TV Award der Deutschen Telekom




Was tut man nicht alles, für ein gutes Wettbewerbsklima -

Von Klaus Greiber, Projektleiter Interactive TV Award | Die Funktion ist deaktiviert.

Das war ein Workshop! - Fast möchte ich sagen, jetzt erst kann ich wieder ein paar klare Gedanken dazu fassen und für dieses Blog aufschreiben. Aber schön langsam, alles nach der Reihe.

Wir hatten unsere Zwischensieger aus der Programmierer-Kategorie “MPF” (wir erinnern uns: eine Woche zuvor von der Jury gekürt) am Montag und Dienstag nach Darmstadt eingeladen. In einem Workshop sollten sie mehr Details über das Microsoft Mediaroom Presentation Framework (MPF) erfahren - also die zukünftige interaktive Plattform für Entertain von T-Home, auf der sie dann ihr Konzept für die finale Jury-Entscheidung im Februar in Form eines Demonstrators umsetzen sollen.

Microsoft hatte uns einen sehr sympathischen und kompetenten Trainer aus Großbritannien geschickt, der nicht nur anlässlich unseres Workshops sondern auch sonst in der ganzen Welt herumreist um die neuesten MPF-Features zu erklären. Die Gewinner-Teams hatten je zwei Repräsentanten entsandt - rein durchschnittlich, aber dafür ziemlich exakt -, und nach einer kurzen Einführung durch Frank Lonzcewski (Leiter Produkt-Management IPTV) ging’s los mit dem Training.

Wie sich herausstellte, hatten einige Workshop-Teilnehmer bereits Erfahrungen mit dem MPF gesammelt. Glücklicherweise hatten wir neben der MPF-Einführung aber von vornherein genügend Zeit für Profi-Fragen eingeplant, so dass auch diese Kollegen auf ihre Kosten kamen. Überhaupt ging es bei unserem Workshop ja auch vor allem um die Klärung der besonderen Voraussetzungen, die für die Umsetzung der einzelnen Konzepte im Interactive TV Award maßgeblich sind. Etwa, wie die Metadaten für den Electronic Program Guide (EPG) verfügbar sind - um nur ein Beispiel zu nennen.

Um die eingereichten Ideen im Besonderen ging es auch in kleinen Feedback-Runden mit den einzelnen Teams. Dazu haben mein Kollege Christian Jaisczok vom Produktmanagement und ich die Erstrundensieger zwischendurch aus dem Workshop abgeholt. Ich glaube - auch nach der Rückmeldung der Teilnehmer -, dabei ist es uns ganz gut gelungen, die Ideen an der einen oder anderen Stelle gemeinsam zu verfeinern und anzupassen und die Marschrichtung für die kommenden zwei Monate zu bestimmen.

An dieser Stelle ein dickes Lob an alle Teilnehmer: Alle waren entspannt und außerordentlich kollegial gegenüber den Mitbewerbern - keine Spur von Wettkampfneid. Vielmehr haben die Teams einander gegenseitig unterstützt, wo es ging - zum Beispiel bei der Installation des Simulators auf verschiedenen Rechnern.

Beste Voraussetzungen also für gemeinsame Abendaktivitäten und eine Nacht, die noch lang werden sollte! Vorher, am Nachmittag, hatten wir freilich noch eine Live-Präsentation von Entertain von T-Home eingebaut. Die einfache Benutzerführung, die Auswahl an on-Demand-Videos und die Programmierung des digitalen Rekorders über den PC oder übers Smartphone kamen dabei sehr gut an.

Beim Abendessen gab’s schließlich auch für uns Telekomler interessante Details zu erfahren, gerade was die Erfahrungen der Wettbewerbsteilnehmer mit anderen Telkos und deren IPTV-Aktivitäten angeht. Der eigentlich nette Darmstädter Italiener jedenfalls (danke, Kollegen, für den Tipp) musste uns am Ende rausschmeißen.

Alles, was folgte, sei nur angedeutet, auch wenn’s streng fachlich zuging ;-): erst Hotelbar, und dann zu zwölft ins Hotelzimmer auf einen Absacker. Gemeint ist das Hotelzimmer des Projektleiters, also meins. Man kann sich vorstellen, wie das am frühen Morgen aussah. Relativ einvernehmlich begann der zweite Workshop-Tag eine Stunde später als geplant - aber was tut man nicht alles, für ein fruchtbares Wettbewerbsklima?!

Ich freue mich jedenfalls sehr, die Repräsentanten der einzelnen Teams persönlich kennengelernt zu haben: Wirklich fitte Leute! Wir haben außerdem fest vereinbart, mit jedem von ihnen vor der Jury-Sitzung die bis dahin entstandenen Demonstratoren noch einmal individuell durchzusprechen. Der Wettbewerb kann jedenfalls jetzt nur noch gut laufen ;-)

Am Ende von Tag zwei hat dann zu guter Letzt jedes Team eine eigene Set-Top-Box bekommen, auf der jeder nun den Demonstrator seines interaktiven Fernseh-Konzepts entwickeln kann. Jetzt kann’s also losgehen und im Februar gibt’s dann die spannenden Ergebnisse im Deutsche Telekom Interactive TV Award!

Ein paar Konzept-Screens habe ich übrigens als Vorgeschmack in diesen Beitrag gestreut; bald gibt’s dazu mehr Einzelheiten.

PS: Der Kollege vom Produktmanagement mailt mir gerade, ich soll noch erwähnen, dass es den Erstrundensiegern im Darmstädter Produkthaus der Deutschen Telekom so gut gefallen hat: Kommunikative Sitzecken, experimentelles Design, der offen zugängliche Vorstandsbereich. — Okay, ich muss gestehen, ich bin auch immer wieder sehr beeindruckt, wenn ich aus Bonn zu Besuch komme ;-)

Dieser Beitrag wurde am Freitag, 04. Dezember 2009 um 17:13 Uhr veröffentlicht und unter der Kategorie Award abgelegt. Sie können die Kommentare zu diesem Eintrag durch das RSS-Feed verfolgen. Sie haben die Möglichkeit, einen Kommentar zu hinterlassen oder einen Trackback von Ihrem Weblog zu senden.

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