Endspurt für die Profis: Am 26. Februar kommt die hochkarätige Jury aus IPTV-Experten zusammen und kürt die beiden besten Konzepte rund ums interaktive Fernsehen. Wir selbst haben die Schlussphase übrigens intensiv begleitet und haben die Teilnehmer unserer technologisch orientierten “MPF”-Kategorie sogar vor Ort an ihren jeweiligen Standorten in Deutschland und Europa besucht. Ein paar unserer sehr viel versprechenden Eindrücke geben wir unten wieder.
Hier noch einmal die Eckdaten für die bevorstehende große Entscheidung: Unsere Jury trifft sich am 26. Februar, 12:30 Uhr am Hauptsitz von T-Mobile in Bonn. Dabei sind wieder hochrangige Vertreter aus der Informationswirtschaft, Fernsehen, Fachpublizistik und Wissenschaft. Die teilnehmenden Teams haben alle je genau zwanzig Minuten Zeit, um ihr Konzept zu präsentieren.
Wenn alles nach Plan läuft, steht etwa um 17 Uhr je ein Gewinner pro Kategorie fest. Zur Endentscheidung treten an:
Wir haben die “MPF”-Finalisten gebeten, uns ihre Anwendung zum Testen bereits bis zum 22. Februar zur Verfügung zu stellen. Die Teams haben außerdem die Möglichkeit, ihre Präsentation inklusive Technik in einem Trockenlauf am Vortag, dem 25. Februar, zusammen mit uns durchzuproben.
Damit die Vorbereitungen für den großen Tag auch ganz sicher glatt laufen, haben IPTV-Produktmanager Christian Jaisczok und ich als Projektleiter des Awards die “MPF”-Teams in den letzten Wochen an ihren jeweiligen Wirkungsstätten besucht. So konnten wir Fragen direkt beantworten und letzte Tipps geben, in welche Richtung einzelne Teile der Anwendungen noch weiterentwickelt werden könnten oder wie die MPF-Konzepte bei der Präsentation vor der Jury die beste Figur machen.*)
Übersicht und Steckbriefe der Konzepte
Televised Revolution, Köln
Köln liegt nah, und daher galt unser erster Besuch den Leuten von Televised Revolution, deren Mission es ist, das “Musikfernsehen wieder zum Leben zu erwecken”. Die zehn netten Team-Kollegen haben ihre interaktive Anwendung “Putpat” bereits auf StudiVZ erfolgreich gelauncht. Was wir in Köln sahen, hat uns beeindruckt, und wenn die Jungs und Mädels vor der Jury so gut sind wie beim Tischfußball, haben die anderen Teams keine Chance
meta.morph, Berlin
Aber keine voreiligen Schlüsse. Zu meta.morph in Berlin zu gelangen, war angesichts der Schnee- und Eismassen in Berlin nicht so einfach. Aber auch die dortigen Kollegen, vier an der Zahl, haben uns eine sehr interessante Version ihres Finalkonzepts “Engagement-TV” vorgestellt, mit der die Integration von Social Media-Angeboten auf dem Fernseher einen großen Sprung tun könnte.
Accedo Broadband, Stockholm
In der ersten Februarwoche flogen wir dann, natürlich voller Erwartung, auf einen Sprung bei Accedo Broadband vorbei. Sie haben ihr Büro im schönen, wenn auch bitterkalten Stockholm. Die Kollegen dort präsentierten sich als Global Player für Fernseh-Applikationen. Ihre Entwicklungen laufen zum Teil bereits seit Längerem auf südamerikanischen, asiatischen und europäischen Fernsehschirmen. Der Click-Dummy von “Zap Club” für unseren Wettbewerb sah auch bereits richtig schnieke aus.
Broad|Support, Hamburg
“Kaffeekränzchen mit Querdenkern” könnte der Titel für unseren Besuch beim dritten deutschen Finalisten-Team in Hamburg Altona heißen. Das Büro von broad|Support mit seinen riesigen Fensterfronten hat uns ein Staunen abgerungen - nicht weniger jedoch auch die überzeugende Demo der interaktiven “Liga TOTAL!”-Applikation mit dem klingenden Namen “Meine Konferenz”.
Pushbutton, London
Im Taxi zum fünften “MPF”-Wettbewerber “Pushbutton” kamen bei uns irgendwie “Scotland Yard”-Gefühle auf. Nicht ganz zufällig, denn das Team mit einer Expertise-Spannweite von Red Button-Applikationen bis iPhone Apps sitzt in London. Allerdings waren wir uns beim Anblick der interaktiven Demo von “Plan IT” dann doch wieder sicher: Es geht nicht um die Aufklärung des perfekten Mordes, sondern unsere Jury steht kurz davor, die Urheber der perfekten TV-Applikation zu küren. Anerkennung! Egal, ob’s diese wird, oder eine andere, bessere: “Plan IT” hat funktionell und visuell große Fortschritte gemacht.
Nun liegt es an der Jury. Alle Mitbewerber werden am 26. Februar extrem starke Leistungen präsentieren. Die Jury wird’s nicht leicht haben.
PS: *) Sorry, dass wir hier die “Freestyle”-Finalisten nicht auch besucht haben und darstellen. Aber die haben zumindest keine potenziellen technischen Hürden zu überwinden. Und wir werden die Würdigung ihrer Konzepte nach der Preisverleihung nachholen.
Dieser Beitrag wurde am Mittwoch, 17. Februar 2010 um 15:02 Uhr veröffentlicht und unter der Kategorie Award abgelegt. Sie können die Kommentare zu diesem Eintrag durch das RSS-Feed verfolgen. Sie haben die Möglichkeit, einen Kommentar zu hinterlassen oder einen Trackback von Ihrem Weblog zu senden.
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