Interactive TV Award - Blog zum Interactive TV Award der Deutschen Telekom




Die Kategorie "Technologie"

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Interaktive Küchenhelfer und Helden der Stadt - auch fürs TV?

Von Carsten Höh, Team Interactive TV Award am 21. September 2010 um 13:23
Männer sind mit der interaktiven LIGA total! bei Entertain ja bereits bestens bedient. Aber wie steht es mit den Frauen? Wäre da ein interaktiver Küchenhelfer am TV nicht auch eine tolle Sache? Oder wie wäre es, Zivilcourage mithilfe moderner Mediensysteme (wie z. B. dem interaktiven Fernsehen) zu fördern?

Während meiner Recherchen bin ich kürzlich über zwei äußerst interessante Studentenprojekte der Hochschule Darmstadt gestolpert. Nach kurzer Betrachtung stellte sich mir dann auch umgehend die Frage, ob sich so etwas nicht auch hervorragend für das Fernsehen der Zukunft eignen könnte.

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Der interaktive Küchenhelfer

Beim “umami”-Projekt handelt es sich um ein intelligentes und interaktives Mediensystem, das den Lebensraum Küche um eine neue Dimension erweitern und das Kocherlebnis völlig neu definieren will.

Unami

Via Touchscreen kann der Koch sich Tipps, Anregungen und Rezepte anzeigen lassen, bekommt eine Liste aller benötigten Zutaten angezeigt, erhält Hinweise für Allergiker, wird bei Bedarf Schritt für Schritt durch die Zubereitung geleitet usw. Wenn ihr mich fragt - ich finde die Idee spitze! Und vor allem könnte ich mir auch gut vorstellen, dass sich eine derartige Anwendung auch wunderbar für den Fernseher eignen würde. Mann stelle sich doch einfach mal vor: Die Familie sitzt gemeinsam vor dem TV-Gerät auf der Couch und plant mithilfe eines derartigen Systems gemeinsam das Mittag- oder Abendessen bzw. das Festmahl für die anstehende Familienfeier.

Helden der Stadt - Zivilcourage auch am Fernseher?

Das zweite Projekt, das mich direkt in seinen Bann zog, nennt sich “Stadthelden”. Dabei handelt es sich um ein Internetportal, das versucht Zivilcourage mithilfe von modernen und interaktiven Mediensystemen zu fördern.

Das System verschafft den Nutzern die Möglichkeit, Fälle von Zivilcourage und sonstige Erlebnisse (unabhängig von der Berichterstattung der großen Medien) selbst einzutragen und zu kommentieren. Auf einer interaktiven Straßenkarte lassen sich über das Internet oder mithilfe eines Smartphones die Tatorte markieren, die so auch für andere Nutzer sicht- und erfassbar werden. Eine Verknüpfung mit anderen sozialen Netzwerken gibt es hier natürlich auch. Eine wirklich tolle Sache, wie ich finde!

Was meint ihr? Wären Portale wie die “Stadthelden” oder Anwendungen wie die interaktive Küche nicht auch etwas für den ans IPTV oder auf andere Weise mit dem Internet verbundenen Fernseher?

Carsten HöhCarsten Höh …
… begleitet das Award-Team redaktionell und in der Pressearbeit. Die Unterhaltungstechnologien von Morgen sind sein Spezialgebiet, seien es IPTV, Web-TV, Video-on-Demand, Multimedia oder Spiele. Darüber twittert er übrigens auch.

Interactive kitchen companions and heroes of the city - coming to TV?

Von Carsten Höh, Team Interactive TV Award am 21. September 2010 um 13:22
Interactive LIGA total! on Entertain provides all a man could ask for. But what about the ladies? Wouldn´t an interactive kitchen companion on the TV be a great idea? Or how about using modern media systems (such as interactive television) to support people of courage?

During my researches I recently cam across two extremely interesting projects from students at Darmstadt University of Applied Sciences. Having considered the projects for a short time I was immediately struck by the question of whether something like this might work very well for the television of the future.

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The interactive kitchen companion

The “umami” project involves an intelligent, interactive media system that adds a new dimension to the kitchen environment and aims to redefine the cooking experience.
Unami

The cook can use a touchscreen to display tips, ideas and recipes, show a list of all the necessary ingredients, get information for allergy sufferers, is guided through the preparation process on a step-by-step basis, etc. If you ask me, I think the idea is brilliant!

Above all, I could imagine that an application of this type would also work really well on television. You can picture the scenario: the family sits down on the couch in front of the TV and uses a system like this to plan lunch or dinner or to decide on the menu for a forthcoming family celebration.

Heroes of the city - putting civil courage on the TV?

The second project I was impressed by is called “Stadthelden” (Heroes of the City). This involves an Internet portal that aims to use modern, interactive media systems to promote civil courage.
The system allows users to input cases of civil courage and other experiences (independently of the reportage in the major media) and to commend upon them. The crime scenes can be marked on an interactive street map using the Internet with the help of a smartphone, making them available for other users. Naturally there is also a link to other social networks. I think this is a really great idea!

What do you think? Wouldn´t portals like “Stadthelden” or applications like the interactive kitchen companion be something for televisions connected to IPTV or to the Internet in some other way?

Carsten HöhCarsten Höh …
… reports on the Award Team and produces press releases. He specializes in the entertainment technology of the future, whether IPTV, Web TV, video on demand, multimedia or games. He also twitters on the subject.

Games & Interaktives Fernsehen: Zusammenbringen, was zusammengehört?

Von Carsten Höh, Team Interactive TV Award am 31. August 2010 um 08:30

Die Computerspielemesse Gamescomhat vor einer Woche die Pforten geschlossen, die IFA 2010 steht kurz vor der Tür und die Deutsche Telekom sucht mit dem Interactive TV Award seit Anfang des Monats wieder nach innovativen Ideen, das Fernsehen der Zukunft weiterzuentwickeln. Was das alles miteinander zu tun hat? Nun, wenn ich die auf der Gamescom vorgestellten Neuheiten betrachte und mir anschaue, was es auf der IFA in Berlin alles zu sehen geben wird, kann ich mich kaum davor erwehren, im Kopf eine Brücke zwischen den Trends und technologischen Highlights der beiden Messen zu ziehen und mir vorzustellen, welche Möglichkeiten diese für das interaktive Fernsehen von Morgen bieten.

Die Trends der Games- und Fernsehbranche

Auf der Gamescom sorgten neben aktuellen Spieletiteln insbesondere 3D-Gaming und die neuartigen Bewegungsteuerungen für Microsofts Xbox 360 und Sonys Playstation 3 für Furore. Auf der IFA gelten unterdessen 3D-Fernsehen, Heimvernetzung und mit dem Internet verbundene Fernseher als die Trends des Jahres 2010.

Das Eintauchen in die dritte Dimension sorgt also nicht nur beim Fernsehen und im Kino, sondern insbesondere auch beim Spielen für ein noch intensiveres Erlebnis. Doch wie sieht es mit der Interaktivität aus? In Computerspielen gilt es von jeher als Grundprinzip, den Spieler mit seiner Umwelt interagieren zu lassen, während das Fernsehen traditionell eher passiv konsumiert wird. Aber muss das auch in Zukunft so bleiben?

Es kommt Bewegung ins Spiel - der Grundstein für ein “bewegtes” Fernseherlebnis?

Egal, ob Sonys Playstation Move Controller oder Microsofts kamerabasierte Bewegungssteuerung Kinect für die Xbox 360 - beide Systeme sind in der Lage die Körperbewegungen des Spielers abzulesen und diese dann umgehend auf die Spielfigur zu übertragen. Das sorgt nicht nur für eine noch bessere Identifizierungsmöglichkeit des Spielers mit seiner virtuellen Spielfigur, sondern bringt auch enormen Spaß mit sich - insbesondere dann, wenn man nicht alleine, sondern mit mehreren Spielern gemeinsam vor dem an die Spielekonsole angeschlossenen Fernseher herumspringt. Letzteres verschafft dem Ganzen dann automatisch noch eine weitere Ebene der Interaktivität - nämlich die, gleichzeitig mit seinem virtuellen Avatar und dem realen Mitspieler zu kommunizieren.


 
Bei MicrosoftsXbox 360 Bewegungssteuerung Kinect ist Körpereinsatz gefragt.

Als Film- und Spieleliebhaber stellt sich mir dabei insbesondere in Anbetracht des Kinect-Systems die Frage: Warum gibt es das Gerät zunächst nur zum Spielen? Ich könnte mit gut vorstellen, mithilfe der Bewegungssteuerung durch einfache Handgesten das Menü meines Fernsehers zu bedienen - man denke nur an Minority Report. Das wäre doch mal was!

Nicht nur die Spiele - auch das Fernsehen wird interaktiver und sozialer

Dass der Mensch ein kommunikatives Wesen ist, spiegelt sich im Bereich der Games insbesondere im aktuellen Erfolg der Online- und Social-Gameswieder. Anstatt alleine vor dem PC zu sitzen, tritt der Spieler hier in direkten Kontakt mit realen Mitspielern, mit denen er dann in der Regel nicht nur gemeinsam spielen, sondern sich auch via Chat- oder sonstigen Nachrichtenfunktionen über das Spiel und andere Dinge austauschen kann.

Und wie sieht die Sache beim Fernsehen aus? Verschaffen uns Technologien, wie IPTV und internetfähige Fernseher nicht ähnliche Möglichkeiten der Interaktion? Natürlich. Die interaktive LIGA total! Applikation des Entertain Angebots der Telekom und deren Möglichkeit, sich sein Fußballprogramm samt Blitztabellen selbst zusammenzustellen, ist da nur ein gutes Beispiel. Ansonsten ist dank des Rückkanals natürlich auch die Interaktion mit dem restlichen Internet und über diesen Weg auch mit Freunden, anderen realen Personen, Webinhalten und Diensten möglich. Unter den Teilnehmern der letzten Ausgaben des Interactive TV Award gab es bereits eine ganze Reihe von Beiträgen (siehe z.B. hierund hier), die insbesondere den sozialen Aspekt des Fernsehens zum Thema hatten - sei es der Austausch von Bildern und Videos oder Empfehlungen zum TV-Programm, die man an seine Familie, Freunde oder andere Nutzer weiterleitet usw. Reichlich tolle Ideen und ich bin mir sicher, da geht noch viel mehr.

In Zukunft vielleicht auch interaktive Games direkt auf dem Fernseher?

Wenn man die aktuellen Spielekonsolen betrachtet, fällt auf, dass diese sich zunehmend von reinen Daddelmaschinen zu Multimediazentralen entwickeln. Warum eigentlich nicht auch mal anders herum? Warum nicht auch mal Spiele für den Fernseher oder die dazugehörige Set-Top-Box entwickeln? Vielleicht ein kleines Spielchen für die Pause im Werbeblock? Oder wie wäre es mit einem Social-Game zum Thema Fernsehen? Oder einem Game, das nicht nur auf der Box läuft, sondern mit dem ich das laufende Programm spielerisch beeinflussen kann - z. B. indem ich unliebsame Moderatoren oder Talkshowgäste mit virtuellen Objekten bewerfe, ihnen Schnurrbärte male oder andere witzige Dinge anstellen kann? Rein technisch dürfte sich diesbezüglich ja vermutlich so einiges umsetzen lassen. Also, liebe Entwicklergemeinde - nichts wie her mit den Ideen!


 
OnLive: Der erste Cloud-basierte Games-on-Demand Streamingdienst.

Sollten sich Cloud-basierte Game-Streamingdienste wie OnLive (geplanter Europastart 2011) als wirklich tauglich erweisen und etablieren, dürfte dann auch leistungshungrigeren Spielen der direkte Weg auf den vernetzten oder an die IPTV-STB angeschlossenen Fernseher und sonstige geeignete Geräte geebnet sein. Hierbei werden die Spieledaten nicht mehr auf dem eigenen Gerät, sondern auf Servern im Internet berechnet und das entsprechende Bildmaterial dann umgehend auf das Wiedergabegerät des Spielers versandt. Der Fernseher bzw. die IPTV Set-Top-Box selbst muss sich dabei also lediglich um den Versand der Steuerungssignale und den Empfang der Videodaten kümmern, womit das Thema “Zu hohe Hardwareanforderungen” endgültig der Vergangenheit angehören sollte. Man darf also gespannt sein, wie sich das Ganze entwickelt.

Vor allem bin ich aber jetzt schon enorm gespannt, welche Ideen der diesjährige Interactive TV Award zum Vorschein bringt und in welcher Form sich das Fernsehen interaktiv und hoffentlich auch “spielerisch” weiterentwickeln wird.

Was meint ihr dazu? Interaktives Fernsehen und Games? Gehört das zusammen? Ist das die Zukunft? Das Ganze vielleicht noch kombiniert mit Tablet PCs oder Smartphones, die ich dann im vernetzten Wohnzimmer als alternatives Eingabemedium, Tastatur oder auch zum direkten Austausch von Daten mit dem Fernseher verwenden kann? Oder stehe ich da mit meinem Wunsch eher allein auf weiter Flur?

Weg mit den Tasten - neuartige Fernbedienungskonzepte sind auf dem Vormarsch

Von Carsten Höh, Team Interactive TV Award am 18. November 2009 um 20:50

Unser Fernsehen wird frisch, scharf und interaktiv, aber unsere Fernbedienung legt allenfalls an Umfang zu und bekommt mehr Knöpfchen? Unvorstellbar, finde ich, zumal es ganz aktuell einige wirklich interessante und neue technische Ideen gibt, die unser Fernseherlebnis grundlegend ändern könnten - und das vielleicht in gar nicht so ferner Zukunft!

Das Zeitalter des digitalen Fernsehens und das Problem mit der Fernbedienung

Wer kennt es nicht, das Bedienungsproblem: Das Zeitalter des digitalen Fernsehens fordert der guten alten Fernbedienung immer mehr Funktionen ab. Mehr Funktionen bedeuteten lange Zeit auch mehr Tasten. Mehr, oder gar mit unterschiedlichen Funktionen gleichzeitig belegte, Tasten sorgen wiederum dafür, dass die Übersicht verloren geht und die Bedienung somit bei Weitem nicht mehr so bequem oder gar blind von der Hand geht. Doch allem Anschein nach, können wir langsam auf Besserung hoffen - denn aktuell buhlen eine ganze Reihe neuer und weitaus komfortablerer Fernbedienungskonzepte um die Gunst derNutzer.

Schick, bewegungsempfindlich und funktionell wie eine Maus

Ein erst letzte Woche in Las Vegas prämiertes Fernbedienungskonzept ist der Hillcrest Labs Loop Pointer. Ein handlicher und mit Bewegungssensoren ausgestatteter Ring, auf dem lediglich vier Knöpfe und ein kleines Scrollrad zu finden sind. Im Prinzip also eine Mischung aus dem Steuerungskonzept der Nintedo Wii und der vom PC her bekannten Maus. Und da der kabellose Loop Pointer offenbar nicht nur hervorragend funktioniert, sondern auch noch fürchterlich schick aussieht, wurde er mit dem ‘International CES Innovations 2010 Design and Engineering Award’ ausgezeichnet und wird dementsprechend auf der kommenden Consumer Electronics Show (CES 2010) in Las Vegas gemeinsam mit anderen preisgekrönten Innovationen aus dem Segment der Unterhaltungselektronik in einem speziellen Showcase vorgeführt. Einziger Haken an der Sache - bisher ist der Loop Pointer lediglich für den PC, Mac oder Sonys Playstation 3 erhältlich.

Hillcrest Loop Pointer
Der Hillcrest Loop Pointer in Aktion

Tastenlose Freiheit dank Gesten-Steuerung

Aber warum weniger Tasten, wenn es auch ganz ohne geht? Das Zauberwort heißt hierbei ‘Gesten-Steuerung’. Die Fernbedienung als separates Eingabegerät entfällt dabei völlig - der Benutzer steuert die Menüs seines Fernsehers (bzw. der Box oder Konsole) ausschließlich mithilfe einfacher Körperbewegungen, die dabei von einer angeschlossenen Kamera analysiert und dann umgesetzt werden. Einer der bekanntesten Vorreiter dieser Technologie ist Microsofts Infrarotkamerasystem ‘Natal‘, das letzten Gerüchten zufolge bereits Ende 2010 für die Xbox 360 erscheinen soll. Abgesehen von den Spielekonsolen-Profis bei Microsoft werden ähnliche Konzepte natürlich auch von anderen Technologieunternehmen verfolgt - z. B. Softkinetic oder der 3D-Sensoren Hersteller Canesta. Letztere setzen dabei allerdings nicht nur auf Spieler. Das ‘Canesta TV Gesture User Interface’ zeigt z. B. schon heute, wie sich das Menü des Fernsehers künftig komfortabel mithilfe von Gesten bedienen lassen wird … und hinterlässt dabei nebenbei bemerkt auch noch einen hervorragenden Eindruck (siehe Video).


 
Demo der ‘Canesta TV’ Gesten-Steuerung

Wie werden wir das Fernsehen in Zukunft bedienen?

Die Weichen für eine völlig neue Art den Fernseher zu bedienen scheinen also gestellt. Die Frage ist nur: welche dieser neuartigen Fernbedienungskonzepte werden sich schlussendlich durchsetzen? Wird es die vom PC gewohnte Steuerung mit Maus-ähnlichen Eingabegeräten? Die reine Gesten-Steuerung? Oder vielleicht sogar eine Sprachsteuerungstechnologie, bei der wir uns dann einfach mit dem Fernseher unterhalten, um ihm so die gewünschten Befehle zu erteilen? Oder wird es doch eine Weiterentwicklung der altbekannten Fernbedienung, wie das multimodale Eingabeinstrument, an dem die T-Labs der Deutschen Telekom seit geraumer Zeit arbeiten? Was meinen Sie?

Wird 2010 das Jahr des dreidimensionalen Fernsehens?

Von Carsten Höh, Team Interactive TV Award am 13. Oktober 2009 um 13:10

Spätestens seit der IFA 2009 in Berlin ist 3D-TV eines der Hauptthemen der Fernsehindustrie. Während Fernsehhersteller Loewe3D-TV für ein Nischenprodukt hält und vorerst keine 3D fähigen Fernseher herausbringen will, glauben andere, dass sich das dreidimensionale Fernsehen bereits 2010 etablieren könnte und beginnen bereits jetzt damit, entsprechende Geräte auf den Markt zu bringen. Wird 2010 also das Jahr des dreidimensionalen Fernsehens oder nicht?

3D-TV - nur etwas für Gamer und Heimkinoenthusiasten?

Einer der Hersteller, die bereits jetzt schon ihre Hoffnungen auf die neue 3D-Technologie setzen, ist LG. Laut Peter Koch (Product Manager Home Entertainment Strategic Marketing bei LG) nimmt LG dabei zunächst die Gruppe der Gamer und Heimkinoenthusiasten ins Visier. Insbesondere den Gamern verspricht der Schritt in die dritte Dimension ein völlig neues und deutlich intensiveres Spielerlebnis, während Heimkinoenthusiasten bereits in Kürze die ersten Blu-ray Videos in 3D genießen können.

Gelingt bereits 2010 der Durchbruch auf dem Massenmarkt?

Beim Versuch 3D-TV am Massenmarkt zu etablieren, gelten im Prinzip natürlich die gleichen Regeln wie für das interaktive Fernsehen. Damit 3D-TV mehr als nur ein schickes Feature wird, benötigt die Technik zunächst einmal eines: Sender, die auch entsprechendes Material ausstrahlen! Da 3D im Kino bereits als voller Erfolg gewertet werden kann und mittlerweile immer mehr Filme in 3D produziert werden dürfte 2010 eigentlich bereits ausreichend Sendematerial dieser Art vorhanden sein - zumindest in Form von Blu-ray Discs und des Bezahlfernsehens (z.B. per Video-on-Demand). Sind dann genug Zuschauer auf diesen Zug aufgesprungen, sodass sich die Sache auch für die ‘normalen’ Sender lohnt, dürfte dem Siegeszug des dreidimensionalen Fernsehens eigentlich nichts mehr im Wege stehen - vorausgesetzt der Zuschauer spielt mit und kauft sich entsprechendes Heimkino-Equipment.

Aber wollen die Zuschauer überhaupt 3D-TV?

Laut einer Studiesind 64 Prozent der Zuschauer an heimischem 3D-TV interessiert, wobei allerdings die wenigsten bereit sind, dafür horrende Summen in neue Hardware zu investieren oder sich extra einen neuen 3D-tauglichen Fernseher anzuschaffen. Immerhin sind 67 Prozent der Befragten aber bereit für 3D-Filme etwas mehr zu bezahlen, als für die 2D-Version, was ja zumindest hoffen lässt. Ich bin jedenfalls schon mal gespannt, wie sich der Markt entwickeln wird!

Was meinen Sie - wird sich 3D-TV 2010 durchsetzen? Und würden Sie sich dafür extra einen neuen Fernseher anschaffen?


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