Interactive TV Award - Blog zum Interactive TV Award der Deutschen Telekom




Games & Interaktives Fernsehen: Zusammenbringen, was zusammengehört?

31. August 2010, 08:30 | Von Carsten Höh, Team Interactive TV Award

Die Computerspielemesse Gamescom hat vor einer Woche die Pforten geschlossen, die IFA 2010 steht kurz vor der Tür und die Deutsche Telekom sucht mit dem Interactive TV Award seit Anfang des Monats wieder nach innovativen Ideen, das Fernsehen der Zukunft weiterzuentwickeln. Was das alles miteinander zu tun hat? Nun, wenn ich die auf der Gamescom vorgestellten Neuheiten betrachte und mir anschaue, was es auf der IFA in Berlin alles zu sehen geben wird, kann ich mich kaum davor erwehren, im Kopf eine Brücke zwischen den Trends und technologischen Highlights der beiden Messen zu ziehen und mir vorzustellen, welche Möglichkeiten diese für das interaktive Fernsehen von Morgen bieten.

Die Trends der Games- und Fernsehbranche

Auf der Gamescom sorgten neben aktuellen Spieletiteln insbesondere 3D-Gaming und die neuartigen Bewegungsteuerungen für Microsofts Xbox 360 und Sonys Playstation 3 für Furore. Auf der IFA gelten unterdessen 3D-Fernsehen, Heimvernetzung und mit dem Internet verbundene Fernseher als die Trends des Jahres 2010.

Das Eintauchen in die dritte Dimension sorgt also nicht nur beim Fernsehen und im Kino, sondern insbesondere auch beim Spielen für ein noch intensiveres Erlebnis. Doch wie sieht es mit der Interaktivität aus? In Computerspielen gilt es von jeher als Grundprinzip, den Spieler mit seiner Umwelt interagieren zu lassen, während das Fernsehen traditionell eher passiv konsumiert wird. Aber muss das auch in Zukunft so bleiben?

Es kommt Bewegung ins Spiel - der Grundstein für ein “bewegtes” Fernseherlebnis?

Egal, ob Sonys Playstation Move Controller oder Microsofts kamerabasierte Bewegungssteuerung Kinect für die Xbox 360 - beide Systeme sind in der Lage die Körperbewegungen des Spielers abzulesen und diese dann umgehend auf die Spielfigur zu übertragen. Das sorgt nicht nur für eine noch bessere Identifizierungsmöglichkeit des Spielers mit seiner virtuellen Spielfigur, sondern bringt auch enormen Spaß mit sich - insbesondere dann, wenn man nicht alleine, sondern mit mehreren Spielern gemeinsam vor dem an die Spielekonsole angeschlossenen Fernseher herumspringt. Letzteres verschafft dem Ganzen dann automatisch noch eine weitere Ebene der Interaktivität - nämlich die, gleichzeitig mit seinem virtuellen Avatar und dem realen Mitspieler zu kommunizieren.


 
Bei Microsofts Xbox 360 Bewegungssteuerung Kinect ist Körpereinsatz gefragt.

Als Film- und Spieleliebhaber stellt sich mir dabei insbesondere in Anbetracht des Kinect-Systems die Frage: Warum gibt es das Gerät zunächst nur zum Spielen? Ich könnte mit gut vorstellen, mithilfe der Bewegungssteuerung durch einfache Handgesten das Menü meines Fernsehers zu bedienen - man denke nur an Minority Report. Das wäre doch mal was!

Nicht nur die Spiele - auch das Fernsehen wird interaktiver und sozialer

Dass der Mensch ein kommunikatives Wesen ist, spiegelt sich im Bereich der Games insbesondere im aktuellen Erfolg der Online- und Social-Games wieder. Anstatt alleine vor dem PC zu sitzen, tritt der Spieler hier in direkten Kontakt mit realen Mitspielern, mit denen er dann in der Regel nicht nur gemeinsam spielen, sondern sich auch via Chat- oder sonstigen Nachrichtenfunktionen über das Spiel und andere Dinge austauschen kann.

Und wie sieht die Sache beim Fernsehen aus? Verschaffen uns Technologien, wie IPTV und internetfähige Fernseher nicht ähnliche Möglichkeiten der Interaktion? Natürlich. Die interaktive LIGA total!  Applikation des Entertain Angebots der Telekom und deren Möglichkeit, sich sein Fußballprogramm samt Blitztabellen selbst zusammenzustellen, ist da nur ein gutes Beispiel. Ansonsten ist dank des Rückkanals natürlich auch die Interaktion mit dem restlichen Internet und über diesen Weg auch mit Freunden, anderen realen Personen, Webinhalten und Diensten möglich. Unter den Teilnehmern der letzten Ausgaben des Interactive TV Award gab es bereits eine ganze Reihe von Beiträgen (siehe z.B. hier und hier), die insbesondere den sozialen Aspekt des Fernsehens zum Thema hatten - sei es der Austausch von Bildern und Videos oder Empfehlungen zum TV-Programm, die man an seine Familie, Freunde oder andere Nutzer weiterleitet usw. Reichlich tolle Ideen und ich bin mir sicher, da geht noch viel mehr.

In Zukunft vielleicht auch interaktive Games direkt auf dem Fernseher?

Wenn man die aktuellen Spielekonsolen betrachtet, fällt auf, dass diese sich zunehmend von reinen Daddelmaschinen zu Multimediazentralen entwickeln. Warum eigentlich nicht auch mal anders herum? Warum nicht auch mal Spiele für den Fernseher oder die dazugehörige Set-Top-Box entwickeln? Vielleicht ein kleines Spielchen für die Pause im Werbeblock? Oder wie wäre es mit einem Social-Game zum Thema Fernsehen? Oder einem Game, das nicht nur auf der Box läuft, sondern mit dem ich das laufende Programm spielerisch beeinflussen kann - z. B. indem ich unliebsame Moderatoren oder Talkshowgäste mit virtuellen Objekten bewerfe, ihnen Schnurrbärte male oder andere witzige Dinge anstellen kann? Rein technisch dürfte sich diesbezüglich ja vermutlich so einiges umsetzen lassen. Also, liebe Entwicklergemeinde - nichts wie her mit den Ideen!


 
OnLive: Der erste Cloud-basierte Games-on-Demand Streamingdienst.

Sollten sich Cloud-basierte Game-Streamingdienste wie OnLive (geplanter Europastart 2011) als wirklich tauglich erweisen und etablieren, dürfte dann auch leistungshungrigeren Spielen der direkte Weg auf den vernetzten oder an die IPTV-STB angeschlossenen Fernseher und sonstige geeignete Geräte geebnet sein. Hierbei werden die Spieledaten nicht mehr auf dem eigenen Gerät, sondern auf Servern im Internet berechnet und das entsprechende Bildmaterial dann umgehend auf das Wiedergabegerät des Spielers versandt. Der Fernseher bzw. die IPTV Set-Top-Box selbst muss sich dabei also lediglich um den Versand der Steuerungssignale und den Empfang der Videodaten kümmern, womit das Thema “Zu hohe Hardwareanforderungen” endgültig der Vergangenheit angehören sollte. Man darf also gespannt sein, wie sich das Ganze entwickelt.

Vor allem bin ich aber jetzt schon enorm gespannt, welche Ideen der diesjährige Interactive TV Award zum Vorschein bringt und in welcher Form sich das Fernsehen interaktiv und hoffentlich auch “spielerisch” weiterentwickeln wird.

Was meint ihr dazu? Interaktives Fernsehen und Games? Gehört das zusammen? Ist das die Zukunft? Das Ganze vielleicht noch kombiniert mit Tablet PCs oder Smartphones, die ich dann im vernetzten Wohnzimmer als alternatives Eingabemedium, Tastatur oder auch zum direkten Austausch von Daten mit dem Fernseher verwenden kann? Oder stehe ich da mit meinem Wunsch eher allein auf weiter Flur?

Zuschauer-Award: Glücksfee, die Zweite – Die Gewinner aus dem kreativen Teil des Wettbewerbs

04. März 2010, 17:45 | Von Carsten Höh, Team Interactive TV Award

Nachdem wir gestern ja bereits die Gewinner aus dem Bereich der “Kommentierer” unseres Zuschauer-Awards bekannt gegeben haben, wollen wir die kreativen Köpfe natürlich auch nicht länger auf die Folter spannen. Hier also die Liste der Teilnehmer, die sich mit einem eigenen Beitrag am Wettbewerb zum Fernsehen der Zukunft beteiligt haben und nun von unserer Glücksfee mit einem Preis belohnt werden.

Die Gewinner aus dem “Kreativ”-Bereich des zweiten Zuschauer-Wettbewerbs des Interactive TV Award 2009 sind:

Alexandra Müller
Andreas Braun
Christian Eggers
Christof Elben
Daniel Weiner
Dirk Heinz
Günter Müller
Hedda Haag
Ingo Düllmann
Jana Kaiser
Joe Klinkhammer
Kathrin Zahn
Lorenz Grunert
Marco Schindler
Matthias Ditscherlein
Mette Weigt
Nadine Buscholl
Pascal Verton
Patrick Linn
Rolf Hemmerling
Stefan Lehmann
Steffen Persiel
Stephan Leven
Sven Fischer
Sven Kaiser
Tadeusz Piotrowski
Thomas Mock
Thomas Müller
Till Beckhof
Torsten Mohring
Ute Ditzell
Yvonne Hoffmann

HERZLICHEN GLÜCKWUNSCH! :-)

PS: Über welchen der Preise sich die einzelnen Gewinner freuen dürfen - ob ein 24-Monate gratis ‘Entertain’ IPTV Abo von T-Home, eine Xbox 360 Spielekonsole oder ein Windows 7 Betriebssystem von Microsoft - werden wir in einer zweiten Runde auslosen, nachdem wir abgeklärt haben, ob und wenn ja, bei welchen Teilnehmern ‘Entertain’ verfügbar ist. Entsprechende E-Mails wurden bereits an die Gewinner versandt.

Zuschauer-Award: Die Glücksfee hat wieder zugeschlagen

03. März 2010, 16:30 | Von Carsten Höh, Team Interactive TV Award

Nachdem der zweite Zuschauer-Wettbewerb des Interactive TV Award 2009 mit dem Einsendeschluss am 15. Februar offiziell beendet wurde, war es gestern endlich soweit - unsere Glücksfee hat dem steppenden Bären zum Trotz wieder zugeschlagen und die Gewinner unseres Wettbewerbs zum Fernsehen der Zukunft ermittelt :-)

Unter unseren “Kommentierern” wurden folgende Preise verlost:

Je eine Microsoft Xbox 360 Spielekonsole geht an:
Adrian
hellig2009
powerlocke
Mikaelle
Rev

Über ein Microsoft Windows 7 Betriebssystem dürfen sich unterdessen die folgenden Teilnehmer freuen:
Schwartz
Vodababy
Feuerwehrmann
Meine Perle
lachkick

Was sagt man da? Natürlich, HERZLICHEN GLÜCKWUNSCH!

PS: Die Gewinner aus dem Bereich der Teilnehmer, die selbst einen “Beitrag” zum Wettbewerb eingereicht haben, wurden ebenfalls bereits ermittelt und werden aktuell per E-Mail benachrichtigt. Die offizielle Bekanntgabe erfolgt dann in Kürze hier im Blog.

Der steppende Bär, eure Ideen und unsere Bitte um Geduld

26. Februar 2010, 10:25 | Von Klaus Greiber, Projektleiter Interactive TV Award


Heute wollten wir die Verlosung der Gewinne unter den Beiträgen zum Zuschauer Award vornehmen. Wir schaffen es nicht, sondern erst nächste Woche.  Das tut uns sehr leid, aber die auch in diesem Jahr beantragte Verlängerung der Vor-CeBIT-Tage um jeweils 5 Stunden wurde von den zuständigen Stellen abgelehnt… Kurz: Bei uns steppt der Bär zur Zeit besonders heftig.

Ein Trostpflaster ist das vielleicht nicht, aber immerhin haben wir es geschafft, die seit unserem letzten Review vom 21.01. bis zum Wettbewerbssschluss am 15. Februar eingegangen Beiträge alle, alle anzuschauen. Da waren nochmal einige hinzu gekommen. Ein bisschen Lesestoff für die Wartezeit, bis wir die Verlosung machen können. Nach der CeBIT ist  zwar vor der CeBIT, aber wenigstens den steppenden Bär kriegen wir für einige Zeit vom Feld, versprochen!

Vielen Dank für euer Verständnis und viel Spaß beim Stöbern. Es lohnt sich, viele pfiffige und überraschende Ideen sind dabei. An alle, die sich Gedanken und Arbeit gemacht haben, an dieser Stelle schon mal allerherzlichsten Dank!

Nun, da wir eure Neugier (und Geduld, nochmal sorry!) genug strapaziert haben, müssen wir nur noch ein Zeitfenster bei der Losfee kriegen….

Auf der Spur der perfekten TV-Anwendung: 26. Februar ist Jury-Tag

17. Februar 2010, 15:02 | Von Klaus Greiber, Projektleiter Interactive TV Award

Endspurt für die Profis: Am 26. Februar kommt die hochkarätige Jury aus IPTV-Experten  zusammen und kürt die beiden besten Konzepte rund ums interaktive Fernsehen. Wir selbst haben die Schlussphase übrigens intensiv begleitet und haben die Teilnehmer unserer technologisch orientierten „MPF”-Kategorie sogar vor Ort an ihren jeweiligen Standorten in Deutschland und Europa besucht. Ein paar unserer sehr viel versprechenden Eindrücke geben wir unten wieder.

Hier noch einmal die Eckdaten für die bevorstehende große Entscheidung: Unsere Jury trifft sich am 26. Februar, 12:30 Uhr am Hauptsitz von T-Mobile in Bonn. Dabei sind wieder hochrangige Vertreter aus der Informationswirtschaft, Fernsehen, Fachpublizistik und Wissenschaft. Die teilnehmenden Teams haben alle je genau zwanzig Minuten Zeit, um ihr Konzept zu präsentieren.

Wenn alles nach Plan läuft, steht etwa um 17 Uhr je ein Gewinner pro Kategorie fest. Zur Endentscheidung treten an:

  • drei Teams in der Klasse „Freestyle” für kreative Köpfe, die schon jenseits der Technik denken,
  • und noch einmal fünf Teams in der Kategorie „Mediaroom Presentation Framework” (MPF) für die wackeren Programmier-Pioniere, die sich ganz konkret mit der zukünftigen Betriebsumgebung unseres IPTV-Services „Entertain” auseinandersetzen.

Wir haben die „MPF”-Finalisten gebeten, uns ihre Anwendung zum Testen bereits bis zum 22. Februar zur Verfügung zu stellen. Die Teams haben außerdem die Möglichkeit, ihre Präsentation inklusive Technik in einem Trockenlauf am Vortag, dem 25. Februar, zusammen mit uns durchzuproben.

Damit die Vorbereitungen für den großen Tag auch ganz sicher glatt laufen, haben IPTV-Produktmanager Christian Jaisczok und ich als Projektleiter des Awards die „MPF”-Teams in den letzten Wochen an ihren jeweiligen Wirkungsstätten besucht. So konnten wir Fragen direkt beantworten und letzte Tipps geben, in welche Richtung einzelne Teile der Anwendungen noch weiterentwickelt werden könnten oder wie die MPF-Konzepte bei der Präsentation vor der Jury die beste Figur machen.*)

Übersicht und Steckbriefe der Konzepte

Televised Revolution, Köln

Köln liegt nah, und daher galt unser erster Besuch den Leuten von Televised Revolution, deren Mission es ist, das „Musikfernsehen wieder zum Leben zu erwecken”. Die zehn netten Team-Kollegen haben ihre interaktive Anwendung „Putpat” bereits auf StudiVZ erfolgreich gelauncht. Was wir in Köln sahen, hat uns beeindruckt, und wenn die Jungs und Mädels vor der Jury so gut sind wie beim Tischfußball, haben die anderen Teams keine Chance ;-)

meta.morph, Berlin

Aber keine voreiligen Schlüsse. Zu meta.morph in Berlin zu gelangen, war angesichts der Schnee- und Eismassen in Berlin nicht so einfach. Aber auch die dortigen Kollegen, vier an der Zahl, haben uns eine sehr interessante Version ihres Finalkonzepts „Engagement-TV” vorgestellt, mit der die Integration von Social Media-Angeboten auf dem Fernseher einen großen Sprung tun könnte.

Accedo Broadband, Stockholm

In der ersten Februarwoche flogen wir dann, natürlich voller Erwartung, auf einen Sprung bei Accedo Broadband vorbei. Sie haben ihr Büro im schönen, wenn auch bitterkalten Stockholm. Die Kollegen dort präsentierten sich als Global Player für Fernseh-Applikationen. Ihre Entwicklungen laufen zum Teil bereits seit Längerem auf südamerikanischen, asiatischen und europäischen Fernsehschirmen. Der Click-Dummy von „Zap Club” für unseren Wettbewerb sah auch bereits richtig schnieke aus.

Broad|Support, Hamburg

„Kaffeekränzchen mit Querdenkern” könnte der Titel für unseren Besuch beim dritten deutschen Finalisten-Team in Hamburg Altona heißen. Das Büro von broad|Support mit seinen riesigen Fensterfronten hat uns ein Staunen abgerungen - nicht weniger jedoch auch die überzeugende Demo der interaktiven „Liga TOTAL!”-Applikation mit dem klingenden Namen „Meine Konferenz”.

Pushbutton, London

Im Taxi zum fünften „MPF”-Wettbewerber „Pushbutton” kamen bei uns irgendwie „Scotland Yard”-Gefühle auf. Nicht ganz zufällig, denn das Team mit einer Expertise-Spannweite von Red Button-Applikationen bis iPhone Apps sitzt in London. Allerdings waren wir uns beim Anblick der interaktiven Demo von „Plan IT” dann doch wieder sicher: Es geht nicht um die Aufklärung des perfekten Mordes, sondern unsere Jury steht kurz davor, die Urheber der perfekten TV-Applikation zu küren. Anerkennung! Egal, ob’s diese wird, oder eine andere, bessere: „Plan IT” hat funktionell und visuell große Fortschritte gemacht.

Nun liegt es an der Jury. Alle Mitbewerber werden am 26. Februar extrem starke Leistungen präsentieren. Die Jury wird’s nicht leicht haben.

PS: *) Sorry, dass wir hier die “Freestyle”-Finalisten nicht auch besucht haben und darstellen. Aber die haben zumindest keine potenziellen technischen Hürden zu überwinden. Und wir werden die Würdigung ihrer Konzepte nach der Preisverleihung nachholen.


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