Was ist Karaoke? Ein ureigenes Steckenpferd der Deutschen ist es sicher nicht. Doch auch wir wissen inzwischen, irgendwie kommen die Superstar-Shows daher und es gibt ziemlich geteilte Erfahrungen und Meinungen darüber. Darauf angesprochen reden manche von heiteren Stunden in der Gruppe. Andere hingegen hat hier unverhofft die Erkenntnis des Außenstehens getroffen, als sie merkten, dass sie die Sangeskünste der Mitmenschen über kurz oder lang nur schwer ertrugen.
Tiscali, der italienische IPTV-Anbieter, schlägt nun ein neues Kapitel auf und macht Karaoke zum interaktiven Fernseherlebnis schlechthin. Irgendwie wussten wir es ja schon vorher: Dieses Singen mit Playback und nach Teleprompter erfüllt die Sehnsucht, dem Fernsehen etwas Eigenes zurückzugeben und es mit anderen zu teilen.
Nur folgerichtig also, das Tiscali-Projekt, und mit interaktiven Add-ons: etwa der Möglichkeit, Listen der eigenen Lieblingsplaybacks einzurichten. Die italienischen Abonnenten können sich für 4 Euro Abo-Gebühr zudem auf jeden Monat 60 neue Videos freuen.
Das also ist Karaoke im IPTV-Zeitalter. Heitere Stunden in der Gruppe, am eigenen Fernseher - das werden wir doch sicher auch in Deutschland wollen?
Auf Resonanz ihrer Zuseher können erfolgreiche Serienmacher vertrauen: Schon in den 80ern gab es Feedback ohne Ende auf die damaligen Straßenfeger “Dallas” und “Denver-Clan”. Diese für uns damals neuartigen Formate polarisierten seinerzeit die Massen. Es gab jede Menge äußerst leidenschaftliche Anhänger sowohl des einen als auch des anderen Formats, die sich rege über das Geschehen austauschten und die ganze Woche spekulierten, wie es denn wohl am nächsten Dienstag bzw. Mittwoch weitergehen möge. (weiterlesen…)
Na, das ist mal eine Langzeituntersuchung: Über sagenhafte 34 Jahre wurden persönliche Aufzeichnungen von insgesamt 45.000 US-Amerikanern ausgewertet, in denen sie detailliert ihre täglichen Aktivitäten einerseits und ihre inneren Befindlichkeiten andererseits schildern. Unter anderem wurde dabei eine Korrelation zwischen überdurchschnittlichem TV-Konsum und langfristiger Unzufriedenheit mit dem eigenen Leben festgestellt, obwohl Fernsehen kurzfristig als angenehme und glückstiftende Tätigkeit empfunden wird. (weiterlesen…)
War es nun ein Foul oder nicht? Wo hatte David Copperfield seine Hand wirklich, als er den roten Straßenflitzer verschwinden ließ? Manchmal würden wir beim Fernsehen gerne mehr sehen und die Kamera dort draufhalten, wo das wirklich Entscheidende passiert. Was das ist, möchten wir natürlich ganz spontan selbst entscheiden - unabhängig von der Regie aus den Fernsehsendern. Bei den Deutschen Telekom Laboratories erforschen Wissenschaftler in Kooperation mit der Stanford University in Kalifornien, wie sich diese Vision umsetzen lässt. (weiterlesen…)