Interactive TV Award - Blog zum Interactive TV Award der Deutschen Telekom




Das schönere Fernsehen dank HDTV – doch wer kann es empfangen? Und was darf das Vergnügen kosten?

11. September 2009, 15:00 | Von Carsten Höh, Team Interactive TV Award

Die Vorfreude war groß - ARD und ZDF sendeten die Leichtathletik WM erstmals für die breite Masse in HD-Qualität. Doch dann die Ernüchterung - ein Großteil der Zuschauer konnte das Programm trotzdem nur in altbekannter SD-Qualität betrachten. Denn mit einem HDTV-fähigen Fernsehgerät ist es in den meisten Fällen beim besten Willen noch nicht getan.

Zum Empfang von HDTV reicht ein HD-Fernseher nicht aus

Die Leichtathletik WM galt lediglich als Testlauf für die HD-Übertragung. Der flächendeckende Start für die Ausstrahlung von HD-Fernsehinhalten ist von den öffentlich rechtlichen Sendeanstalten erst für 2010 geplant. Wer dann allerdings wirklich in den Genuss des hochauflösenden Fernsehens gelangen will, der benötigt mehr als einen HD-tauglichen Flachbildfernseher. Welche Hardwareanforderungen für den HDTV-Empfang benötigt werden, hängt dabei nicht zuletzt von der Empfangsart ab.

Unterschiedliche Übertragungswege = Unterschiedliche Voraussetzungen

Wer sein Fernsehen über Kabel oder Satellit empfängt, benötigt neben einem HDTV-Gerät zwangsläufig auch noch einen HD-tauglichen Receiver. Beim SAT-Empfang kommt hinzu, dass einige Privatsender planen, ihr HD-Material kostenpflichtig in verschlüsselter Form auszusenden, sodass der Receiver hier nicht nur HD-tauglich sein, sondern auch noch dem neuen HD+-Standard entsprechen und mit einem so genannten CI-PLUS Interface ausgestattet sein muss - einer Weiterentwicklung der bisher z. B. für Premiere, Sky oder anderen Bezahlfernsehanbietern genutzten Kartenlesegeräte zur Entschlüsselung des Empfangssignals. Nutzer von DVB-T schauen hingegen buchstäblich in die Röhre, denn auf diesem Wege ist in näherer Zukunft prinzipiell noch kein HDTV-Empfang möglich. Und auch wenn Eigenlob stinkt - beim Empfang via IPTV gestaltet sich die Sache doch deutlich einfacher, da zumindest die zum Entertain Paket gehörige Set-Top-Box von Haus aus alle Voraussetzungen für den Empfang von hochauflösendem Fernsehen mitbringt. Einfach anstöpseln und fertig! Einzige Grundvoraussetzung: Der Internetanschluss muss genug Bandbreite für den HDTV-Empfang bieten und zumindest dem VDSL-Standard entsprechen.

Der Pocket-Guide HDTV hilft

Da viele Zuschauer aufgrund dieser technischen Anforderungsvielfalt mittlerweile völlig verunsichert sind, wurde im Rahmen der IFA in Berlin eine Neuauflage des ‘Pocket-Guide HDTV’ verteilt, die den Verbrauchern die Technik und die Voraussetzungen für den Empfang des hochauflösenden Fernsehens in leicht verständlicher Form näher bringt. Nach dem Ende der IFA steht der 16 Seiten umfassende Ratgeber nun auch als kostenloses PDF-Dokument zur Verfügung. Eine Downloadmöglichkeit finden Sie hier:
http://www.tv-plattform.de/images/stories/pdf/2009pocketguide_hdtv.pdf

Und hier sind neben dem ‘Pocket-Guide’ auch noch weitere Hilfestellungen zu den Themen HDTV und digitales Fernsehen zu finden:
http://www.gfu.de/go/gfu/home/download/ratgeber.xhtml

Schöne neue HDTV-Welt - aber was würden Sie dafür zahlen?

Bei all den technischen Anforderungen stellt sich mir natürlich die Frage, wer sich den hochauflösenden Fernsehspaß im Endeffekt wirklich leisten will? Die öffentlich-rechtlichen Sender wollen ihr HD-Programm kostenlos ausstrahlen. Aber setzen die großen Privatsender ihr Vorhaben durch, muss sich der Zuschauer nicht nur einen neuen HD+-tauglichen Receiver zulegen, sondern zusätzlich auch noch eine monatliche Abogebühr für den Empfang des Fernsehangebots berappen. Kommen wir damit dem amerikanischen System immer näher? Wird mit der HDTV-Einführung vielleicht sogar Schritt-für-Schritt das Ende des kostenlosen TV-Empfangs in Deutschland eingeläutet? Was meinen Sie? Wären Sie bereit für das schönere Fernsehen zu zahlen? Und wenn ja, wie viel?

Erfolg durch Mangel an Alternativen?

17. Juli 2008, 10:19 | Von Ulrich Brünger, Projektleiter Interactive TV Award

In Frankreich überholt IPTV Kabel beim Pay-TV - Diese Meldung fand ich mal wieder faszinierend, weil ich es nach wie vor erstaunlich finde, dass unser Nachbarland Frankreich in Sachen IPTV so viel weiter ist als wir (auf jeden Fall in Sachen Nutzerzahlen). Bei Hong Kong beispielsweise wundert es mich nicht so sehr, da bei einer dicht besiedelten Stadt mit einer sehr guten FTTH-Versorgung der Erfolg von IPTV quasi auf der Hand liegt.

Frankreich als Flächenstaat hat jedoch ähnliche Voraussetzungen wie wir in Deutschland. Bleibt nur der Unterschied, dass wir in Deutschland eine weltweit fast einzigartige Free-TV Kultur haben und in Frankreich das Kabel scheinbar eine noch geringere Relevanz hat als in Deutschland. Frankreichs Voraussetzungen gibt es in ähnlicher Weise sicherlich auch noch in anderen europäischen Ländern, aber aus keinem anderen Land sind mir solche hohen Kundenzahlen bekannt wie aus Frankreich (auch nicht relativ).

Irgendwie bleibt also die Frage: Ist der Erfolg von IPTV also nur durch extrem schnelle Bandbreiten und mangelnde Alternativen determiniert?

English abstract

Success Due to Lack of Alternatives?
In France, IPTV is overtaking cable for Pay TV. User numbers are much higher than in Germany. The only difference is Germany’s unique free TV culture. Does that mean the success of IPTV is due solely to extremely fast bandwidths and a lack of alternatives?

Jetzt geht’s ans Eingemachte: Geld verdienen mit Ideen

15. Juli 2008, 10:18 | Von Achim Brueck, Interactive TV Award - Kommunikation

Den Brotschmierapparat, das Dunkellicht, das tragbare Loch oder das Telefon mit Bügeleisen - Erfindungen von Daniel Düsentrieb für seinen Auftraggeber Dagobert Duck, von denen wir nicht wissen, ob überhaupt und wenn ja, in welchem Umfang sie dessen immensen Geldspeicher jemals bereichert haben.

Ohne die Telekom oder die Entwickler von interaktiven Fernsehanwendungen mit dem legendär geizigen Dagobert vergleichen zu wollen: Alle müssen Geld verdienen. Wie das gehen könnte, haben sich die Entwickler für ihre Ideen zum IPTV-Award selbst überlegt. Hier eine Auswahl:

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Zwei Technologien, zwei Erlebnisse vom Fernsehen: IPTV und Web-TV im Vergleich (Folge 2)

09. Juni 2008, 12:30 | Von Achim Brueck, Interactive TV Award - Kommunikation

Ein Gespräch mit Experten – Folge 2: Vermarktung, Geschäft und Nutzer

IPTV knüpft an ans Fernsehen wie wir es kennen, Web TV hingegen war lange etwas für Freaks. Es ist lange nicht ausgemacht, welche Rolle die beiden Modelle in Zukunft spielen. In Folge 1 unseres Experten-Gesprächs ging es vor allem um die Technologie und die Konzeption von Fernsehanwendungen. Heute stehen Vermarktungsstrategien, Geschäftsmodelle sowie das Nutzerverhalten im Mittelpunkt.

English abstract

Two technologies, two television experiences: IPTV and Web TV in comparison - Episode 2: Marketing, business and users

Excerpts from a discussion between experts:Gert von Manteuffel, Senior Manager for IPTV at Deutsche TelekomPeter Otto, responsible for Media & E-Entertainment services at T-Systems Multimedia Solutions.

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Zwei Technologien, zwei Erlebnisse vom Fernsehen: IPTV und Web-TV im Vergleich (Folge 1)

02. Juni 2008, 12:30 | Von Achim Brueck, Interactive TV Award - Kommunikation

Ein Gespräch mit Experten – Folge 1: Technik und Konzeption

IPTV knüpft an ans Fernsehen wie wir es kennen: Simpel zu bedienen, bequem auf der Couch, Entspannung und Gediegenheit pur. Web-TV hingegen war lange etwas für Freaks: Videos bei YouTube durchkämmen, nach Wiederholungen und Geheimtipps auf den Auftritten der Sender stöbern, jedenfalls immer sehr aktiv. Viele sagen eine Verschmelzung beider Fernseh-Technologien voraus, doch wichtige Entwicklungen sind noch im Flusse und nichts ist ausgemacht. Was meinen die Fachleute dazu?

Wir haben Experten gefragt …

Gert von Manteuffel, Bereichsleiter IPTV Deutsche Telekom
Zum Gespräch eingeladen haben wir Gert von Manteuffel, seines Zeichens Bereichsleiter IPTV bei der Deutschen Telekom. Mit
T-Home Entertain vertritt er das führende IPTV-Produkt auf dem deutschen Markt.

Peter Otto, Media & E-Entertainment Services, T-Systems Multimedia Solutions 

Mit ihm diskutierte Peter Otto, verantwortlich für Media-Dienstleistungen und E-Entertainment beim Geschäftsbereich Multimedia Solutions der T-Systems. Zentral dabei sind Streaming-Services. Sie bilden die Grundlage für Video- und Audio-Angebote, die über Webseiten abgerufen werden.

English abstract

Two technologies, two television experiences: IPTV and Web TV in comparison
Episode 1: Technology and conception

Excerpts from a discussion between experts:

Gert von Manteuffel, Senior Manager for IPTV at Deutsche Telekom

Peter Otto, responsible for Media & E-Entertainment services at T-Systems Multimedia Solutions.

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