Interactive TV Award - Blog zum Interactive TV Award der Deutschen Telekom




Mein Fernseher, dein Fernseher - Chancen und Grenzen personalisierter Angebote

17. März 2008, 10:00 | Von Achim Brueck, Interactive TV Award - Kommunikation

Ist individuelles Fernsehen zu viel Arbeit? Leute, die fernsehen, wollen doch einfach nur konsumieren.

Unbestritten dagegen:Personalisierung bleibt eines der wichtigsten Versprechen der medialen Evolution im IP-Zeitalter. Und ob und wie die Nutzer zum Mitmachen zu motivieren sind, ist eine spannende Diskussion.

Aus unserer Sichtgeht es hier vor allem um folgende Knackpunkte:

  • Viele Nutzer finden es aus Gründen des Datenschutzes nicht in Ordnung, wenn man ohne ihr Einverständnis personalisierte Inhalte oder gar Werbung anbietet. Auch wenn das komplett anonymisiert erfolgt, wieaktuelle Beispiele und die juristische Diskussion darüber zeigen.
  • Aktive versus passive Personalisierung: Nutzer haben oft keine Lust, sich aufwändig Inhalte zu konfigurieren.
  • Und welche Mühe macht die Neukonfiguration,wenn sich die Interessen verändern?
  • Beim Fernsehen tritt insbesondere das Problem auf, dass in einem Haushalt viele Personen einTV-Gerät nutzen. Jeder hat andere Interessen. Kinder sollen auch zu ihrem Recht kommen. Hat dann jeder seine persönliche Fernbedienung und die Erwachsenen eine mit Pin und TAN? Was ist akzeptabel und machbar?
  • Individualisierung isoliert. Wenn ein Nutzer für sich entschieden hat, Sport und Reportagen zu sehen, bleibt er dann ewig darauf verdonnert? Wie bekommt er fremde Impulse und sieht, was es sonst noch so gibt auf der Welt? Wie bekommt seinTunnelblick Panorama? Fernsehen macht einsam. Personalisiertes Fernsehen macht hoffnungslos einsam. Das kann doch nicht die Idee sein?
  • Eine gute Personalisierung setzt immer auch ein gutes Tagging voraus. Ohne Metainformationen keine Angebote; Auch bei T-Home Entertain ist das nicht immer ganz einfach, weil die Inhalte aus unterschiedlichen Quellen kommen.

Diese Liste ist bestimmt nicht vollständig. Personalisierung ist eben ein weites Feld. Fakt ist: Soll die interaktive TV-Plattform auf Dauer Freunde finden, müssen wir die genannten Herausforderungen lösen.

Vielleicht lassen sich Erkenntnisse aus dem Semantic Webadaptieren?

Der intelligente Fernseher, das wäre doch mal was. Oder ist das ein Widerspruch in sich?

Englisch abstract: Personalisation is a broad field with a number of hurdles (mainly customer-related) that need to be solved. Some examples:

  • Data protection (even when anonymous)
  • Active vs. passive functions: users often don’t like to manage settings
  • Managing personalisation when several customers use the same device (the television)
  • Users whittle down topics to just a few - how can new (relevant) topics be generated?
  • How to manage content tagging across multiple sources.

These points must be addressed to create valuable personalization for customers.

Fernsehen 4.0 - Fazit vom Entwicklertreffen auf der CeBIT

10. März 2008, 18:04 | Von Team Interactive TV Award

Noch ist Deutschland IPTV-Entwicklungsland. Doch das wird sich ändern. Gert von Manteuffel, Bereichsleiter IPTV der Deutschen Telekom ist optimistisch und ermutigte die anwesenden Entwickler “wir dürfen uns austoben”. Fernsehen 4.0 soll echtes interaktives Fernsehen werden. Nach schwarz/weiß, Farbe und ersten Schritten in Richtung IPTV wird jetzt Revolution eingeleitet. Warum auch nicht.
Die Entwickler, unsere Gäste auf dem CeBIT-Treffen zum Start des Deutsche Telekom IPTV Award, wissen, wo sie ansetzen können.

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