Ob Literaturprofessor oder Internet-Geek, Fernsehen im Internet ist nicht mehr nur für die Early Adopter interessant. Große Events der Sportwelt, des politischen Geschehens, des gesellschaftlichen Lebens werden live übertragen und online verfolgt. Die gestiegenen Qualitätsansprüche an Web-TV sind ein Schwerpunkt des Vortrages von Peter Otto, verantwortlich für Media & E-Entertainment bei der T-Systems Multimedia Solutions GmbH, auf dem IPTV-Kongress für internet-basiertes Fernsehen in Hamburg. Er ist einer von 13 Referenten, die hauptsächlich Lösungs- und Praxisbeispiele präsentieren.
Team Interactive TV Award: Wenn es um die Zukunft des Fernsehens geht, geht es natürlich auch um Fernsehen im Internet und um immer bessere Qualität. Welche Ansprüche stellen die Nutzer?
Peter Otto: Hierbei muss man mehrere Aspekte berücksichtigen. Die Übertragung von Bewegtbildern über eine technische Infrastruktur lässt über aktuelle Codecs und die weitere Verbreitung von leistungsfähigen DSL-Anschlüssen deutlich bessere Qualität zu. Also wird Web-TV auch für neue Inhalte interessant.
Diese neuen Inhalte locken auch Nutzer in die Mediatheken und Web-TV-Angebote, die bisher nicht online ferngesehen haben. Die Rede von Barak Obahma in Berlin original zu verfolgen gehört genauso dazu wie Fußball, Olympia oder Krönungszeremonien. In vielen Haushalten, aber auch Büros wird diese Möglichkeit der Information genutzt. Tendenz steigend.
Team Interactive TV Award: Welche Trends zeichnen sich ab, wer entdeckt Web-TV für sich neu?
Peter Otto: Spannend wird dies gerade für Markenartikel und beratungsintensive Produkte und Dienstleistungen. Branded Entertainment heißt das Geschäftsmodell Warum sollte sich eine Automarke teuer in Spielfilme einkaufen, wenn sie selbst gute Filme um und mit ihrer Marke machen kann? Filme, die so witzig und informativ sind und vor allem das Geschäft befeuern.
Das Geheimnis liegt in der Authentizität und im Subtilen. Nicht Frontalwerbung sondern der Spaß an einer Handlung mit einem Produkt wird verkauft und Spitzenbildqualität unterstreicht das Erlebnis zusätzlich emotional. Hier mal ein Beispiel für Mountainbiker. Wenn es für eine Marke, das Produkt oder das Image wichtig ist, dass der Nutzer das Leder nicht nur glänzen sehen soll sondern es förmlich riechen möchte, jetzt hat er die beste Chance dazu.
Die Dimensionen von Web-TV erreichen noch keine Fernsehreichweiten, wachsen jedoch exponentiell weiter. Die Mehrwerte, die WebTV den Nutzern und den Betreibern bieten kann, beginnen bei einfachen Interaktionsmöglichkeiten und enden noch lange nicht bei vollintegrierten Geschäftsmodellen mit E-Commerce und Customer Relationship Management. Hier beginnt eine neue Ära für Brand Experience und Brand Loyality.
Der IPTV-Kongress findet vom 8. bis 10. Dezember in Hamburg statt.
Hulu.com ist meines Erachtens eines der interessantesten Web-TV-Projekte der Welt - nach Youtube. Wahrscheinlich ist es auch eines der erfolgreichsten - welche Parameter man auch immer als Beleg dafür anführen möchte. Die Kombination aus qualitativ hochwertigem Content und ansprechender Funktionalität reicht dafür scheinbar schon aus. Und NBC will offenbar so weitermachen. (weiterlesen…)
Den Brotschmierapparat, das Dunkellicht, das tragbare Loch oder das Telefon mit Bügeleisen - Erfindungen von Daniel Düsentrieb für seinen Auftraggeber Dagobert Duck, von denen wir nicht wissen, ob überhaupt und wenn ja, in welchem Umfang sie dessen immensen Geldspeicher jemals bereichert haben.
Ohne die Telekom oder die Entwickler von interaktiven Fernsehanwendungen mit dem legendär geizigen Dagobert vergleichen zu wollen: Alle müssen Geld verdienen. Wie das gehen könnte, haben sich die Entwickler für ihre Ideen zum IPTV-Award selbst überlegt. Hier eine Auswahl:
“Sofort, ohne Vorbereitung zur Verfügung”. So steht es im Duden Fremdwörterbuch, wenn man “Instant” nachschlägt. Die Kernidee des Konzepts aus der Feder des Duos Brigitte Trenfield und Andreas Regner ist damit prägnant beschrieben.
English abstract
Concept fact sheet I: Instant Information by Trenfield/Regner
“Occurring at once. Immediate”. This is how Dictionary.com defines “Instant”. With one word, the basic idea behind this concept created by Brigitte Trenfield and Andreas Regner has been summed up in a nutshell.
The idea of the team from Switzerland and Austria connects the two previously separate media worlds of “interactive television” and the “Internet”, making interruptions in the entertainment offer a thing of the past. Viewers use various media on an equal footing.