Interactive TV Award - Blog zum Interactive TV Award der Deutschen Telekom




Kuscheliges Ambiente, kontroverse Gespräche

07. September 2009, 09:18 | Von Klaus Greiber, Projektleiter Interactive TV Award

Wir haben’s ja schon gewusst: es wird kuschelig eng auf unserem Treffen für Professionals und Kreative auf der IFA. Dabei waren unsere Gespräche und die Fragen, die wir bekamen, durchaus kontrovers und spannend - ich habe es genossen und danke allen, die dabei waren.

Hier kurz die Fakten für alle, die nicht kommen konnten: Ganz passend zu dem breiteren Spektrum von Konzepten und Ideen, das wir mit unserem Interactive TV Award dieses Jahr ansprechen wollen, waren auch die Gäste bunt gemischt: Programmierer, Start-ups, Content-Autoren, Consultants bis hin zu ehemaligen Teilnehmern und einigen Telekom-Kollegen und Microsoft-Experten, die als fachliche Ansprechpartner zur Verfügung standen.

Apropos breites Spektrum: Ich glaube, man kann es nicht oft genug sagen, dass wir diesmal nicht nur Programmierer-Teams ansprechen (Kategorie “MPF”), sondern auch Kreative und Vordenker, denen es um die Idee geht, und die sich um technische Plattformen nicht kümmern möchten (= Kategorie “Freestlye”).

Alle Interessierten konnten sich im Gespräch mit Stephen Petheram von Microsoft über das Microsoft Mediaroom Presentation Framework informieren und es mit eigenen Augen begutachten. Außerdem hatten wir Showcases unserer eigenen Plattform, etwa FriendScout24 und das News Portal der Schwäbischen Zeitung. Highlight des Abends war aber die Performance der charmanten Sängerin Angela Luis & Band, die unsere VIP-Lounge zum Schwingen brachte. Der Live-Stream ihres Auftritts landete gleich darauf in einer extra für diesen Abend kreierten interaktiven Fernsehanwendung. Dort gab es dann neben den Videos auf Abruf auch Fotos, die Biografie und die Tourdaten - kurz und gut, um ein Ticket für einen ihrer nächsten Auftritte zu bestellen oder ihre CD zu kaufen, hätte die Fernbedienung gereicht.

Unser CTO Products & Innovation Thomas Curran und Frank Lonczewski, Senior Manager Product Management für IPTV haben die Grußworte gesprochen. Hier fiel auch noch mal der Hinweis: Leute, auch als Zuschauer könnt ihr gewinnen! Die Chancen sind derzeit blendend, denn (ich sage es ungern) es gibt noch weniger Einsendungen als wir Preise haben.

Bei über 90 Anmeldungen und nur 60 Plätzen, konnten - rein feuerpolizeilich und messe-organisationstechnisch - einige nicht kommen. Wir danken noch mal all jenen für Verständnis, deren Anmeldung wir leider nicht bestätigen konnten. Zum Glück waren das meist unsere eigenen Telekom-Kollegen und Mehrfachanmeldungen einzelner Firmen. Ich gelobe: das nächste Mal schauen wir uns nach mehr Platz um!

Bilder und Videos bald hier

Übrigens: Viel mehr über diesen Abend sagen die Bilder und Videos, die wir gedreht haben. Die gibt es ab Dienstag - wir sagen dann hier noch mal Bescheid.

Interaktive ‘Spiel-Filme’ am TV-Bildschirm - so könnte es aussehen

18. August 2009, 09:00 | Von Carsten Höh, Team Interactive TV Award

Stellen Sie sich einmal folgende Situation vor: Sie sitzen auf Ihrem Sofa. Auf dem Bildschirm läuft gerade ein nervenaufreibender Thriller. Der maskierte Killer schleicht sich durch die Hintertür ins Innere des Hauses, wo unser nichtsahnender Hauptdarsteller gerade in der Küche mit den Vorbereitungen für sein Candlelight-Dinner mit der schönen Paloma beschäftigt ist. Plötzlich hört er ein seltsames Geräusch, dreht sich um und schaut dem mit dem Messer auf ihn zustürmenden Killer mitten ins Gesicht… Und genau in diesem Moment… STOP… Das Bild friert ein… Allerdings nicht wegen einer Werbeunterbrechung oder technischen Panne… NEIN… Jetzt sind SIE gefragt!

Sie entscheiden, wie es weiter geht…

Anhand des auf dem Bildschirm angezeigten Menüs können Sie mithilfe Ihrer Fernbedienung bestimmen, was der Hauptdarsteller tun soll. Greifen Sie zum Küchenmesser? Versuchen Sie durch das Küchenfenster zu springen? Schreien Sie laut um Hilfe? Von Ihren Entscheidungen hängt es ab, wie die Szene fortgesetzt wird und ob der Film ein gutes oder ein schlechtes ENDE nimmt!

Vom ‘Spielbuch’ zum interaktiven ‘Spiel-Film’

Das dahinter stehende Konzept ist nicht neu. Bereits in den 70er Jahren gab es im Bereich der Fantasy-Literatur eine ganze Reihe so genannter Spielbücher, bei denen Ihnen am Ende eines Kapitels eine für den weiteren Fortgang der Geschichte entscheidende Frage gestellt wurde:

A: (weiter geht’s auf Seite 15)
B: (weiter geht’s auf Seite 18)
C: (weiter geht’s auf Seite 21)

Was allerdings neu ist, dass dieses Konzept nun von Paramount Digital Entertainment in Form eines interaktiven Thrillers namens “Circle of 8” erstmals als Episodenfilm in Studioqualität umgesetzt werden soll. Der Zuschauer kann in diversen Szenen anhand der zur Auswahl stehenden Optionen entscheiden, wie es weiter geht, und bekommt so die Chance sein ganz persönliches Filmerlebnis zu genießen.

Könnte so das interaktive Fernsehen der Zukunft aussehen? Der Tatort läuft und Sie sind der Kommissar … eine verlockende Vorstellung. Oder was denken Sie?

Twitter, Facebook u. Online-Shopping am TV Bildschirm - Werden interaktive IPTV-Applikationen unser Leben verändern?

10. August 2009, 09:30 | Von Carsten Höh, Team Interactive TV Award

Interaktives Fernsehen und IPTV sind nicht nur in Deutschland, sondern weltweit auf Wachstumskurs und es erscheinen nahezu täglich Meldungen über völlig neuartige IPTV-Applikationen, die den Zuschauern am TV-Bildschirm bisher nie da gewesene Möglichkeiten verschaffen. Da drängt sich mir doch die Frage auf … wird das interaktive Fernsehen unser Leben verändern?

In den USA sind z. B. erst kürzlich so genannte Social Media Widgets für Verizons IPTV-Service FiOS TV erschienen, mit denen die Zuschauer bequem vom Sofa aus ihren Facebook- oder Twitter-Account abrufen und diesen dann nicht nur am TV-Bildschirm betrachten, sondern auch neue Nachrichten an ihre Freunde schreiben können. Einfach so - und ohne dazu erst extra vom gemütlichen Sofa aufstehen zu müssen, um sich zum PC zu begeben und dabei im schlimmsten Fall auch noch den Anfang seiner Lieblingsserie zu verpassen, da diese ja im Hintergrund auf dem Fernseher weiter läuft.


 

Theoretisch kann man so auch mit nicht anwesenden Freunden gemeinsam einen Film anschauen und sich dann via Twitter & Co. über das Gesehene austauschen - live und in Echtzeit. Was soll man sagen … das hat schon was, oder?

Weniger kommunikativ, aber dafür enorm praktisch finde ich das asiatische BNS Touch Projekt, das dem Nutzer am Fernseher eine völlig neue Dimension des Online-Shoppings ermöglicht. Anstatt sich am Computer durch die Untiefen eines Online-Shops zu wühlen, nimmt man einfach - wie zu Mutterns Zeiten - den aus “echtem Papier” gedruckten Katalog seines Lieblingsversandhändlers zur Hand, setzt sich gemütlich in den Sessel und durchstöbert das gute Stück.


 

Hat man etwas Interessantes entdeckt, scannt man mithilfe eines kleinen Stiftes den im Katalog befindlichen Barcode des Wunschartikels ein, der danach umgehend auf dem TV-Bildschirm erscheint. Hier kann man das Objekt der Begierde dann in voller Pracht bewundern, eventuell auch noch verschiedenen Perspektiven auswählen, bei Bedarf weitergehende Informationen zum Artikel oder verwandten Produkten abrufen usw. Ist die Entscheidung getroffen, wird der Bestellvorgang bequem per Fernbedienung bestätigt und danach auf den Postboten gewartet. Das nenne ich Komfort!

Und nun zurück zur eigentlichen Frage: Werden IPTV und interaktives Fernsehen unser Leben verändern? Vermutlich schon … oder was meinen Sie?

PS: Und wenn Sie selbst Ideen für nützliche, spaßige oder auch einfach nur verrückte IPTV-Applikationen haben … dann nichts wie her damit! Nehmen Sie am Interactive TV Award 2009 teil und gestalten Sie das Fernsehen der Zukunft!

TV + Internet = IPTV?

04. Februar 2009, 10:25 | Von Alexandra Evers, Projektleitung Interactive TV Award

Stimmt diese Gleichung? Aus technischer Sicht ist die Entwicklung klar vorgezeichnet: IPTV wird die klassischen Empfangsgeräte nach und nach ablösen, weil es einfach mehr kann (zum Beispiel Übertragungsraten, Rückkanal). Früher oder später werden eben nicht mehr x Leitungen in jeden Haushalt geführt werden, sondern sämtliche Informationen fließen zentral über eine Leitung.

Die Kosten-Nutzen-Vorteile solch einer Lösung liegen auf der Hand. Doch wird sich dieses Szenario auch in der wirtschaftlichen Realität durchsetzen? (weiterlesen…)

Trends von der CES 2009

20. Januar 2009, 09:22 | Von Alexandra Evers, Projektleitung Interactive TV Award

War angesichts der allgemeinen Konsumflaute für die Aussteller nicht der große Knaller, die diesjährige Consumer Electronic Show (CES) in Las Vegas. Doch es wurden immerhin ein paar spannende TV-Trends vorgestellt. Bei zweien davon geht es um die Integration des Internets ins Fernsehen, einer betrifft die Soft-, der andere die Hardware: (weiterlesen…)


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